"Teller statt Tonne" Slowfood-Aktion gegen Lebensmittelverschwendung
15 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich in der Mülltonne. Viel zu viel, findet nicht nur "Slowfood". Die Bewegung für "bewusste Genießer und mündige Konsumenten" startet daher an diesem Wochenende eine große Aktion am Odeonsplatz gegen Lebensmittelverschwendung.
Um 11.30 Uhr stellen die Organisatoren das Programm vor. München war vor rund 20 Jahren die erste Stadt in Deutschland, in der eine Slowfood-Gruppe gegründet wurde. Trotzdem gibt es gerade bei den Restaurants noch einigen Verbesserungsbedarf.
Regional, saisonal - und nicht nur Steaks
Unter Slowfood versteht die Bewegung gutes, regionales und saisonales Essen. Und dazu gehört auch, möglichst wenig Lebensmittel zu verschwenden, sagt Rupert Ebner, Leiter der Slowfoodgruppe München. Deshalb testen er und andere Freiwillige jetzt systematisch Münchner Lokale, zwei wurden bereits ausgezeichnet:
"Die zeichnen sich dadurch aus, dass sie den gesamten Schlachtkörper verarbeiten, also es wird auch die Zunge, und es wird auch das Herz und die Leber im Restaurant verarbeitet und angeboten. Dadurch entsteht ganz automatisch weniger Abfall. Die Wirte, die das machen sagen uns, wir requirieren uns dadurch wirklich Stammkundschaft, die zu uns kommen und sagen: Gibt's noch eine Leber, gibt's noch Herz, gibt's noch Zunge. Die Restaurants haben sich wirklich eine Marktlücke erobert."
(Rupert Ebner, Slowfood München)
Auf der Internetseite der Slowfood-Bewegung gibt es übrigens einen eigenen Genussführer. Dort werden alle getesteten und für gut befundenen Restaurants aufgelistet.

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