Bayernkaserne Afghanische Flüchtlinge beenden Hungerstreik
Nach stundenlangen Verhandlungen haben die minderjährigen Flüchtlinge in der Münchner Bayernkaserne jetzt ihren Hungerstreik beendet. Details geben Regierung von Oberbayern und die Innere Mission morgen Vormittag bekannt.
In Bayern gibt es derzeit nur zwei Erstaufnahmestellen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Die eine ist in Zirndorf und die andere in München.
Ohne Eltern
An dem Protest-Hungerstreik hat sich am Schluss fast die Hälfte der rund 130 Jugendlichen beteiligt. 18 von ihnen waren zeitweise im Krankenhaus. Vor allem Jugendliche aus Afghanistan sind derzeit in der Münchner Erstaufnahmestelle in Mehrbettzimmern untergebracht. Sie sind ohne Eltern oder Verwandte nach Bayern gekommen. Betreut werden sie von der Inneren Mission und eigentlich sollen sie keinen Tag länger als nötig in den Mannschaftsunterkünften bleiben.
Drei Monate in der Kaserne
Im Schnitt verbringen die Jugendlichen nach Angaben der Inneren Mission drei Monate in der Kaserne. Zuständig für die Flüchtlinge ist Jugendamt der Stadt München. Das allerdings ist nach eigenen Angaben überlastet. Insgesamt muss sich das Amt um mittlerweile 1.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kümmern. Verbessern könnte sich ihre Lage auch, wenn zusätzlich andere bayerische Kommunen Flüchtlinge aufnehmen. Im Gespräch sind laut bayerischem Sozialministerium Augsburg, Ingolstadt, Regensburg, Würzburg, Bayreuth und Landshut.

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