Bayern 1 - Mainfranken

Würzburg 300.000 Euro für Planung der Frankenhalle

Der Umbau der Würzburger Frankenhalle zu einem Ausweichquartier für das Mainfrankentheater rückt in greifbare Nähe: Der Würzburger Stadtrat hat die Finanzmittel zur Planung freigegeben.

Stand: 25.07.2012
Die Frankenhalle in Würzburg | Bild: BR-Mainfranken

Der Würzburger Stadtrat hat sich am Dienstagabend (24.07.12) in einer emotional geführten Debatte dazu durchgerungen, 300.000 Euro für die Planungen bereit zu stellen. Ein Architekturbüro soll damit beauftragt werden, weitere Untersuchungen anzustellen.

730 Sitzplätze

Die ehemalige Viehauktionshalle soll den Plänen zufolge während der anstehenden Sanierung des Mainfrankentheaters als Ausweichquartier zur Verfügung stehen. Als Veranstaltungshalle soll sie bis zu 730 Sitzplätzen bieten und zunächst für zwei Jahre Ausweichspielstätte werden. Im Anschluss könnte sie als mittlere Spielstätte des Theaters und für andere Kulturveranstaltungen genutzt werden. Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) sowie Kulturreferent Muchtar Al Ghusain hatten zu Beginn der Sitzung eindringlich für die Sanierung der denkmalgeschützten Frankenhalle geworben.

Kosten von rund 14 Millionen Euro

Die Mittel wurden mit einer Mehrheit von 26 zu 17 Stimmen freigegeben. Insbesondere die Stadträte von FDP und CSU hatten ihre Zustimmung zu einem Baubeschluss von einer detaillierten Auflistung der zu erwartenden Sanierungs- und Folgekosten abhängig gemacht. Die bisherigen Berechnungen gehen von 10,9 Millionen Euro aus. Weitere 2,9 Millionen Euro könnten für einen Backstage-Bereich dazukommen. Ein Teil der Stadträte hält das für "schön gerechnet".

Förderung des Freistaats noch offen

Das Thema soll im September erneut im Stadtrat auf den Tisch kommen. Fußend auf den dann vorliegenden neuen zahlen soll über den weiteren Verlauf des Projekts entschieden werden. Bis dahin soll auch feststehen, wie hoch die Finanzförderung durch den Freistaat ausfallen wird. Möglich ist ein Förderetat von "40 Prozent plus X", wenn die Halle auf 25 Jahre hinaus überwiegend für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Theater-Inklusion

Die Mainfränkischen Werkstätten als Behinderteneinrichtung haben bereits Interesse signalisiert, die Aufführungen ihres "Theater Augenblick" in der Frankenhalle zu realisieren und dort dauerhafte Werkstattplätze einzurichten. Außerdem ist angedacht, behinderte Menschen beispielsweise bei der Bewirtung von Besuchern oder als Einlass- und Garderobenpersonal einzusetzen. Vor diesem Hintergrund ist mittlerweile auch ein bundesweites Pilotprojekt "Theater-Inklusion-Mainfranken" im Gespräch.


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Sendungsinfo

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