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Unterfränkischer Inklusionspreis Rudern, Ringen oder Theaterspielen – Vielfältiges Engagement

Inklusion heißt, alle Menschen in die Gesellschaft einzubeziehen. Soziale Projekte, die dies besonders fördern, wurden auf der BR-Bühne der Mainfrankenmesse mit dem Unterfränkischen Inklusionspreis ausgezeichnet.

Stand: 06.10.2017

Auszeichnung von Projekten mit dem unterfränkischen Inklusionspreis auf der BR-Bühne der Mainfrankenmesse | Bild: BR-Mainfranken/ Markus Mauritz

Auf der Würzburger Mainfrankenmesse hat der Bezirk Unterfranken am Donnerstag (05.10.17) den mit insgesamt 12.500 Euro dotierten 3. Unterfränkischen Inklusionspreis an insgesamt fünf Sieger-Gruppen überreicht. Dieser Wettbewerb zeichnet Projekte aus, "die die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung im Alltag nachhaltig und konkret verbessern oder einen spürbaren Beitrag zu ihrer Teilhabe am Leben in der Gesellschaft leisten", wie Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel in seiner Laudation betonte.

Chance auf Arbeit - trotz psychischer Erkrankung

Inklusion schließt alle Lebensbereiche mit ein. Das spiegelte sich auch im Ort der Preisverleihung wider: der BR-Bühne auf der Mainfrankenmesse: "Mitten im Leben, mitten unter Menschen!". Die Moderatoren Jürgen Gläser und Irina Hanft stellten die Menschen hinter den Projekten aus den Lebensbereichen Arbeit, Bildung und Erziehung, Wohnen sowie aus freizeitlichen Bereichen wie Kultur, Sport, Natur und Umwelt näher vor.

In der Kategorie "Arbeit“ gewann das Projekt "Arbeitsreif", das in enger Zusammenarbeit mit Jobcenter und Landratsämtern entstanden ist, einen der jeweils mit 2.500 Euro dotierten Preise. Es bereitet junge Menschen mit psychischen Erkrankungen auf eine Ausbildung und den Arbeitsmarkt vor. Die Heilpädagogische Tagesstätte der Richard-Galmbacher-Schule und deren Projekt "Ringen" holten den Preis in der Kategorie "Bildung und Erziehung". Die sportliche Betätigung fördert das selbstverständliche Miteinander von jungen Leuten mit und ohne Handicap. Ihr Können führten die Jungs und Mädchen unter Anleitung des dreimaligen Deutschen Meisters im Freistil, Luksas Fechner, dem Publikum vor.  

Von Sport bis Theater

In "Freizeit, Kultur und Sport, Natur und Umwelt" vergab die Jury den Preis an die Aktion "Rudern für alle" der Rudergemeinschaft Olympos Würzburg e.V. und in der Kategorie "Wohnen" erhielt der "Theaterworkshop" im Wohnbereich des Jakob-Riedinger-Hauses in Würzburg den Preis. Der Sonderpreis ging dieses Jahr an die Freizeitsportgruppe im RSV Wollbach als Musterbeispiel für "Inklusion im Sport". Rund zwanzig Vereinsmitglieder führen ihr gemeinsames Hobby mit Menschen mit Behinderung aus und lernen sich so gegenseitig besser kennen.


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