Bayern 1 - Mainfranken

A3 bei Weibersbrunn Frau verunglückt mit Sommerreifen

Weil sie Ende Januar und trotz Schneefalls mit Sommerreifen unterwegs war, ist eine Frau am Freitag (27.01.12) mit ihrem Auto verunglückt . Sie kam auf der A3 bei Weibersbrunn (Lkr. Aschaffenburg) ins Schleudern und überschlug sich. Bei dem Unfall erlitt die Frau schwere Verletzungen.

Stand: 27.01.2012
Sommerreifen in Schneematsch | Bild: picture-alliance/dpa

Die 26-Jährige war am Morgen auf der A3 in Richtung Frankfurt unterwegs als sie kurz vor der Ausfahrt Weibersbrunn eine Pause machen wollte und einen Parkplatz ansteuerte. Laut Polizei war die Fahrbahn der Schnellstraße zwar schneefrei und griffig – die Parkplatzzufahrt jedoch war leicht mit Schneematsch bedeckt. Der Wagen der Frau kam ins Schleudern, stieß gegen einen Felsblock am Fahrbahnrand, wurde dadurch ausgehebelt und überschlug sich auf der angrenzenden Grünfläche.

Sommerreifen, wenig Profil, nicht angeschnallt

Die Frau war nicht nur mit Sommerreifen unterwegs, die zudem noch eine grenzwertige Profiltiefe hatten, sondern sie hatte sich zudem nicht angeschnallt. Als sich ihr Auto überschlug, wurde die 26-Jährige aus dem Wagen auf die Grünfläche geschleudert. Die Frau erlitt schwere Verletzungen. Ein LKW-Fahrer kam der Frau zu Hilfe. Die Schadenssumme beläuft sich auf rund 9.000 Euro.

Hinweis

Am 4. Dezember 2010 ist in Deutschland die neue "Winterreifen-Verordnung" in Kraft getreten. Seitdem sind Autofahrer ausdrücklich verpflichtet, ihr Auto mit Winterreifen zu bestücken, wenn sie bei "Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte auf der Fahrbahn" unterwegs sind. Das bedeutet zwar keine generelle Pflicht, doch wer mit Sommerreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen erwischt wird, zahlt ein Bußgeld von mindestens 40 Euro und erhält einen Punkt in Flensburg. Wenn dann noch etwas passiert – zum Beispiel ein Unfall – erhöht sich das Bußgeld. Zudem kann der Versicherungsschutz wegen grober Fahrlässigkeit wegfallen.