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Deutscher Bundestag Michael Glos kandidiert 2013 nicht mehr

Ex-Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) zieht sich aus der Bundespolitik zurück. In Schweinfurt gab er bekannt, dass er bei der Bundestagswahl 2013 nicht mehr kandidieren wird. Zehn Legislaturperioden gehörte er dem Bundestag an.

Stand: 13.02.2012
Michael Glos (CSU) | Bild: picture-alliance/dpa

Unter Hinweis auf sein Alter kündigte Glos am Samstag (11.02.12) beim Neujahrsempfang der CSU in Schweinfurt seinen Rückzug aus der Bundespolitik an. Der 67-jährige ist einer der erfolgreichsten CSU-Politiker aus Unterfranken. Zehnmal in Folge errang der Müllermeister aus Prichsenstadt (Lkr. kitzingen) seit 1976 ein Direktmandat, war zwölf Jahre lang Chef der mächtigen CSU-Landesgruppe im Bundestag, bis er 2005 zum Bundeswirtschaftsminister ernannt wurde. Nach seinem Rücktritt am 7. Februar 2009 übernahm Karl-Theodor zu Guttenberg das Amt. Trotzdem resignierte Glos nicht und errang noch im gleichen Jahr für eine erneute Kandidatur 100 Prozent der Delegiertenstimmen in seinem Wahlkreis. Am 2. Juli 2011 legte Glos das Amt des CSU-Bezirksvorsitzenden nieder.

Kandidatensuche nach Rückzugsankündigung

Mit dem angekündigten Rückzug von Michael Glos schießen jetzt Spekulationen über mögliche Nachfolger ins Kraut. Glos selber räumt der bisherigen Europaabgeordneten Anja Weisgerber aus Schwebheim (Lkr. Schweinfurt) im Moment die größten Chancen ein. Die unterfränkische CSU will sich mit der Kandidatenfindung jedoch Zeit nehmen. Am 28. März werden Delegierte für eine Aufstellungsversammlung gewählt, die voraussichtlich Herbst dieses Jahres stattfindet.

Generationswechsel bei der unterfränkischen CSU

Für die Unterfränkische CSU könnte es im Wahljahr 2013 nicht nur durch den Rückzug von Michael Glos zu einem Generationswechsel beim Spitzenpersonal kommen. Auch zwei weitere Bundestagsabgeordnete haben bereits "Erklärungen" angekündigt: Der jetzt 69-jährige Wolfgang Zöller, der seit 1990 den Wahlkreis Main-Spessart im Bundestag inne hat und sich als Gesundheitspolitiker einen Namen gemacht hat, sowie der 73-jährige Norbert Geis aus Aschaffenburg. Der wertkonservative Rechtsexperte hält das Direktmandat seit 1987.

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