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Aschaffenburg Verkehrsentlastung für die Rhönstraße

Seit Monaten sorgt die Rhönstraße im Aschaffenburger Stadtteil Schweinheim für Zündstoff. Anwohner klagen über zu viel Autoverkehr, fehlende Zebrastreifen und wirkungslose Tempo 30-Zonen. Nun will die Stadt nachbessern.

Stand: 25.01.2012
Tempo 30-Zone vor Schulen | Bild: picture-alliance/dpa

Bei einem Bürgergespräch in der Schweinheimer Pestalozzi-Schule am Dienstagabend (24.01.12) kam die Gemütslage der Anwohner klar zum Ausdruck: "Auf der Rhönstraße geht es zu wie auf der Autobahn", meinte zum Beispiel eine Frau, stellvertretend für viele andere Anwohner. "Das geht morgens um 8 Uhr schon los." Das derzeitige Verkehrsaufkommen von etwa 10.000 Autos pro Tag sei einfach nicht hinnehmbar. Ein Nachbar verwies darauf, dass Anwohnern schon mehrfach Außenspiegel an parkenden Pkw abgefahren worden seien.

Gefahr für Schulkinder

Eltern von kleinen Kindern sind besonders besorgt. Vor allem in der dunklen Jahreszeit sei es gefährlich, Kinder alleine über die Rhönstraße zu schicken. An bestehende Tempo 30-Zonen würden sich nur wenige Autofahrer halten. Deshalb vermissen die Anwohner zusätzliche Zebrastreifen. Zwar gibt es bereits eine kleine Überquerungshilfe - eine Art Miniatur-Verkehrsinsel - in der Straßenmitte vor Grundschule und Kindertagesstätte, aber die stößt nicht auf allgemeine Zustimmung. "Zu schlecht beleuchtet", so die Kritik der Anwohner.

Kreisverkehr soll Autos abbremsen

Nun will die Stadt reagieren. Sogenannter "Flüsterasphalt" wurde bereits in der Rhönstraße aufgebracht. Eine bessere Beleuchtungssituation und deutlichere Markierungen sind fest eingeplant. Auch für Verkehrsentlastung will die Stadt sorgen, versprach Aschaffenburgs Baureferent Detlef Martens während des Bürgergesprächs. Demnach solle eine "Grüne Welle" in der benachbarten zweispurigen Würzburger Straße den Verkehr dorthin verlagern. Außerdem sei ein Kreisverkehr geplant, um den Verkehrsfluss in der Rhönstraße abbremsen.