Amtsgericht Würzburg Bewährungsstrafe für rabiaten Fußballfan
Ein 29-jähriges Mitglied des Bayern München-Ultra-Fanclubs "Schickeria" ist am Dienstag (24.01.12) vom Amtsgericht Würzburg zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn der gefährlichen Körperverletzung, des Widerstands gegen die Staatsgewalt und der Gefangenenbefreiung für schuldig.
Der 29-jährige Student, der bereits einschlägig vorbestraft ist, darf in den kommenden drei Jahren kein Spiel des FC Bayern München besuchen und keinen Kontakt zum Ultra-Fanclub "Schickeria" unterhalten. Zudem muss der Verurteilte dem verletzten Polizeibeamten 1.800 Euro Schmerzensgeld zahlen. Der heute 41 Jahre alte Polizist war brutal verprügelt worden, als im August 2009 Bayern-Fans beim Halt in Würzburg aus dem Zug stürmten und einen festgenommenen Randalierer befreiten, der aus ihren Reihen stammte.
Auseinandersetzung mit der Bundespolizei
Nachdem eine 150 Mann starke Gruppe Bayernfans - überwiegend Mitglieder der als gewaltbereit bekannten "Schickeria" - auf dem Weg zum Auswärtsspiel ihres Vereins in einem Regionalexpress randaliert hatte, wollten Bundespolizisten den Zug besteigen. Die Beamten wurden jedoch von den Fans abgehalten, indem diese die Waggontüren von innen blockierten.
Hooligan befreit
Ein Polizist wurde ins Gesicht geschlagen und gegen den Oberkörper getreten. Dem Polizisten gelang es, einen der Angreifer auf den Bahnsteig zu zerren und am Boden zu fixieren. Daraufhin stürzte eine Gruppe der Bayernfans aus dem Zug, schlug und trat auf den Beamten ein und befreite den Festgenommenen. Der Polizist erlitt Rippenbrüche und Prellungen. Erst in Aschaffenburg war es einem Polizeigroßaufgebot gelungen, die Fans festzunehmen.

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