Bayern 1 - Mainfranken

Knetzgau (Lkr. Hassberge) Firma Schenk muss Fördergelder zurück zahlen

Das ehemals insolvente Knetzgauer Bekleidungsunternehmen Schenk muss 650.000 Euro Fördergelder an die Bezirksregierung zurück erstatten. Das Würzburger Verwaltungsgericht hat entschieden, dass der Förderzweck nicht erreicht wurde.

Stand: 26.01.2012
Textillogistik (Symbolbild) | Bild: picture-alliance/dpa

Die Regierung von Unterfranken hatte der Bekleidungs- und Logistikfirma in den Jahren 2006 und 2008 die Subventionen gewährt, um 43 neue Arbeitsplätze zu schaffen und die damals 88 bestehenden Jobs zu erhalten. Doch die Firma ging Pleite. Der Verwendungszweck sei demnach nicht erreicht worden, lautet das am Donnerstag (26.01.12) veröffentliche Urteil des Verwaltungsgerichts in Würzburg. Vertreter der ehemals insolventen Firma hatten gegen die Rückzahlungsforderung geklagt. In welcher Höhe die Regierung von Unterfranken Fördergelder zurück bekommt, ist allerdings fraglich. Die Bezirksregierung nimmt wie alle anderen Gläubiger am Insolvenzverfahren teil.

In der Unternehmensgruppe PVS aufgegangen

Im April 2011 hatte die Schenk GmbH mit Standorten in Haßfurt und Knetzgau Insolvenz angemeldet.Zuvor hatte das Unternehmen jährlich rund 17 Millionen Kleidungsstücke namhafter Modeketten sortiert, etikettiert und an Filialen versandt. Im Juni 2011 wurde die Firma von der Unternehmensgruppe PVS als Tochtergesellschaft übernommen. 200 Arbeitsplätze konnten gehalten werden, 39 Mitarbeiter mussten das Unternehmen verlassen.