Innovationen Spezialgebiet Kleinstkläranlagen
Wie entsorgen abgelegene Wohnräume oder Gaststätten ihr Abwasser? Mit dieser Frage hat sich der Ostheimer Jungunternehmer Jürgen Mültner beschäftigt – und eine eigene Firma gegründet. Sein Spezialgebiet sind Kleinstkläranlagen.
Kleinkläranlagen werden dort eingesetzt, wo ein kommunaler Anschluss nicht möglich ist. Meistens sind das Höfe, Gaststätten oder Schießanlagen im Außenbereich, die dezentral entwässert werden müssen. Das passiert nahezu "unsichtbar", wie Jürgen Mültner erklärt. Denn die Kläranlage ist im Grunde genommen lediglich ein Behälter – und der ist in der Erde eingelassen.
Funktion wie bei kommunalen Kläranlagen
Eigentlich läuft der gesamte Klärvorgang von alleine. Nur die Stromzufuhr müsse sichergestellt werden, weil eine Pumpe läuft, die Sauerstoff in die biologische Klärung einbringt, erklärt Mültner. Ansonsten funktioniere seine Kleinstkläranlage so, wie eine große, kommunale Kläranlage: Sie besteht auch aus einem Schlammfang, wo die groben Materialien abgefangen werden, einer Vorklärung und aus einer biologischen Reinigungsstufe. "Danach sind die Abwässer soweit gereinigt, dass man das Ganze problemlos in die Umwelt entlassen kann", sagt Mültner.
Kleinstkläranlagen nicht für Jedermann
Allerdings kann sich nicht jeder seine eigene Kläranlage aufs Grundstück bauen lassen: Für die normalen Benutzer, die am Kanal hängen, zählt nach wie vor der Anschluss und Benutzerzwang. So eine Kleinstkläranlage ist nur für Gebäude vorgesehen, die außerhalb liegen und bei denen das Landratsamt die entsprechende Genehmigung erlassen hat. Kostenpunkt für solch eine Anlage ist rund 5.000 Euro.
Unternehmen mit neun Mitarbeitern
Mültners Firma "atex-Umwelttechnik" mit Sitz in Ostheim hat neben dem Chef Jürgen Mültner noch neun Mitarbeiter und eine eigene patentierte Anlage für Kleinkläranlagen. Damit arbeitet das Unternehmen mittlerweile nicht nur in Deutschland, sondern auch in Polen und Spanien. wo vor allem Feriengebiete betreut werden.

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