Würzburg Stadtrat will historisches Hochhaus erhalten
Ein Investor hatte geplant, ein 83 Jahre altes Hochhaus in der Würzburger Augustinerstraße durch einen Neubau zu ersetzen. Diesen Plan brachte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof zu Fall. Nun lenkt auch der Stadtrat ein.
Die Stadt Würzburg verzichtet darauf, Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshof einzulegen. Das gab der Stadtrat am Donnerstag (16.02.12) in einer Sitzung bekannt. Jetzt werde mit dem Investor, der das historische Hochhaus erworben hat, zumindest ein "Teilerhalt" ins Auge gefasst, so die Stadt. Für ein neues Hochhaus an gleicher Stelle gibt es inzwischen im Stadtrat keinen Rückhalt mehr, vor allem seit der "Verschönerungsverein Würzburg" massiv für die Erhaltung des Gebäudes eintritt.
Klage von Anwohnern
Die Klage beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gegen den geplanten Neubau hatte eine Erbengemeinschaft aus einem Nachbarhaus eingereicht. Sie fürchtete mehr Schattenwurf als durch das historische Haus von 1929, weil der Neubau voluminöser und auch über einen Meter höher werden sollte. Bei dem historischen Gebäude handelt es sich um das erste Würzburger Hochhaus. Bis 1995 hatte es die Stadt als Ämtergebäude genutzt, musste es jedoch wegen akuter Einsturzgefahr räumen. Seitdem ist es notdürftig gesichert und eingerüstet.

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