Mespelbrunn Hallenbadschließung spart 65.000 Euro ein
Durch die Schließung ihres Hallenbades hat die Gemeinde Mespelbrunn (Lkr. Aschaffenburg) allein 65.000 Euro an Heizöl und Stromkosten eingespart. Das Bad ist energietechnisch völlig veraltet und müsste dringend saniert werden.
Das Hallenbad hatte jährliche ein Defizit von rund 100.000 Euro erwirtschaftet - zu viel für die kleine Spessartgemeinde. Hauptgrund für die roten Zahlen sind die veraltete Schwimmbadtechnik und die mangelhafte Wärmedämmung des rund 35 Jahre alten Gebäudes. Seit fast zwei Jahren bemüht sich die finanzschwache Gemeinde um Zuschüsse für die rund vier Millionen Euro teure energetische Sanierung und Modernisierung des Gebäudes, die sie allein nicht stemmen kann. Bürgermeister Erich Schäfer und sein Gemeinderat setzen auf Hilfe von außen.
Privat-Partnership-Projekt verworfen
Der Gemeinderat hatte erst am Mittwoch (15.02.12) das Angebot eines privaten Investors verworfen, der die Hallenbadsanierung über ein sogenanntes Public-Privat-Partnership angehen wollte. Die Politiker hatten ihre ablehnende Haltung mit den hohen Kosten begründet: Monatliche Zahlungen in Höhe von 40.000 Euro könne sich die Gemeinde über Jahre hinweg nicht leisten. Derzeit läuft die Bewerbung für das "Jülich Projekt", ein Programm des Bundesumweltministeriums. Hierbei werden Energiesparprojekte mit Passivhaus-Standard bezuschusst. Mespelbrunn hat Fördermittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro beantragt.

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