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Uni Würzburg Genmais schadet Bienenlarven nicht

Sind die Pollen von gentechnisch verändertem Mais schädlich für Bienen? Dieser Frage sind Wissenschaftler der Uni Würzburg nachgegangen. Ein erstes Ergebnis liegt jetzt vor.

Stand: 31.01.2012
Honigbienen-Puppen, kurz vor dem Schlüpfen | Bild: Harmen Hendriksma

Die Forscher vom Biozentrum der Universität Würzburg haben Bienenlarven unter kontrollierten Bedingungen im Labor gezüchtet und anschließend untersucht, wie sich die Pollen auf den Bienennachwuchs auswirken. Dafür haben sie die Bienenlarven fünf Tage lang mit Futtersaft gefüttert, dem die Pollen untergemischt wurden. Das Ergebnis: Genmais schadet den Insekten nicht.

Völlig normale Entwicklung

Im Vergleich zu Larven, die mit konventionellen Maispollen aufgezogen wurden, gab es keine Unterschiede. Weder war die Sterblichkeitsrate höher, noch unterschied sich die Gewichtszunahme. Die Bienenlarven entwickelten sich also völlig normal. Für die Forscher ist das ein starker Hinweis, dass das Protein aus dem gentechnisch veränderten Mais ohne Probleme im Darm von Bienenlarven verdaut wird.

Zum Schutze der Bienen

Die Studie der Uni Würzburg ist eine der wenigen unabhängigen Risikobewertungen von gentechnisch veränderten Pflanzen für Honigbienen. "Wir betreiben Sicherheitsforschung, um mögliche Risiken der Grünen Gentechnik für die Honigbiene zu minimieren. Unsere Motivation liegt also im Schutz der Bienen", sagt Dr. Stephan Härtel, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni.

Die Forschung geht weiter

Für die Würzburger Bienenforscher ist die Arbeit mit dem gentechnisch veränderten Mais übrigens nicht beendet. In einem neuen, von der EU geförderten Projekt werden in den nächsten vier Jahren die Auswirkungen von genmanipulierten Kartoffeln und Maispflanzen auf Honigbienen und Wildbienen untersucht. Schließlich kommen Honigbienen auf der ganzen Welt mit gentechnisch veränderter Kulturpflanzen in Berührung.

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