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Rentweinsdorf Bürgermeister soll Hund erschossen haben

Die Staatsanwaltschaft Bamberg hat gegen Willi Sendelbeck, den Bürgermeister von Rentweinsdorf (Lkr. Haßberge), Strafbefehl beantragt. Er soll den Hund seines Nachbarn mit einer Schrotflinte erschossen haben.

Stand: 21.02.2012
Ein Hund der Rasse Deutsch Drahthaar | Bild: picture-alliance/dpa

Laut Bernd Lieb, dem stellvertretenden Leiter der Staatsanwaltschaft, geht es um eine Geldstrafe. Um welchen Betrag es geht, wollte Lieb nicht sagen. Der Direktor des Amtsgerichts Haßfurt, Wolfgang Titze, sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass der zuständige Richter die Staatsanwaltschaft noch um eine Nachermittlung gebeten hat. Falls das Amtsgericht Haßfurt einen Strafbefehl erlässt und Bürgermeister Sendelbeck diesen akzeptiert, kommt es zu keiner Gerichtsverhandlung. Sollte der Beschuldigte jedoch Widerspruch einlegen, würde der Fall vor Gericht kommen.

"Nie auf einen Hund geschossen"

Sendelbeck soll im vergangenen Jahr auf seinem Grundstück mit einer Schrotflinte den Hund seines Nachbarn erschossen haben. Die Staatsanwaltschaft hatte monatelang wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Tiertötung ermittelt. 2011 sagte Sendelbeck, dass er mit "dem Tod des Hundes nichts zu tun habe". In einer schriftlichen Stellungnahme von Sendelbeck hieß es damals wörtlich: "Der Rentweinsdorfer Bürgermeister hat nie auf einen Hund geschossen noch den betroffenen Hund erschossen." In der Vergangenheit habe der Hund der Rasse Deutsch Drahthaar ihm als Jäger geholfen, mehrerer von ihm erlegte Rehe bei der Nachsuche aufzustöbern.

Bürgermeister: Hund griff immer wieder an

Wie Sendelbeck damals schrieb, habe der Nachbarshund auf seinem Grundstück allerdings regelrecht gehaust. Das Tier habe die Katzen der Familie und die Hasen seiner Kinder getötet, die Wildenten in seinem Gartenteich gejagt oder seine Tochter gebissen, angeblich gefährlich nahe am Hals. Auch habe der Hund Sendelbeck selbst wiederholt angegriffen. "Die Abwehr mit einem Holzscheit war erfolglos, mit einer Mistgabel konnte ich ihn abwehren", hieß es in Sendelbecks Erklärung wörtlich weiter.

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