Bayern 1 - Mainfranken

Metall-/Elektrobranche Unterfränkische Betriebe befürchten Abschwung

Laut einer aktuellen Umfrage unter den unterfränkischen Metall- und Elektrobetrieben hat die Konjunktur in Mainfranken ihren Höhepunkt bereits überschritten. Die wirtschaftliche "Abkühlung" habe begonnen und werde sich 2013 verstärkt fortsetzen.

Stand: 24.01.2012
Arbeiter in der Metall- und Elektroindustrie | Bild: picture-alliance/dpa

Michael Bischof vom bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber-Verband "bayme vbm" gab am Dienstag (24.01.12) in Würzburg das Ergebnis der halbjährlichen Konjunkturumfrage unter den unterfränkischen Metall- und Elektrobetrieben bekannt. Laut Umfrage bewegt sich die aktuelle Geschäftslage der Firmen klar im positiven Bereich. Auch die Produktions- und Investitionspläne der Metall- und Elektro-Firmen in der Region sind positiv. Jedes dritte Unternehmen plant, seine Investitionen auszubauen. Im ersten Halbjahr 2012 sollen bis zu 500 neue Arbeitsplätze bei den unterfränkischen Metall- und Elektro-Betrieben entstehen.

Keine großen Erwartungen in die Zukunft

Manfred Neubert (Mitte) und michael Bischof (re.) vom "bayme vbm"

Wie der Vorsitzende der Region Main und Rhön, Manfred Neubert, erklärte, haben sich die Erwartungen der unterfränkischen Unternehmer und Firmenchefs im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutlich verschlechtert. Hinsichtlich des künftigen Inlandsgeschäfts halten sich die zuversichtlichen Stimmen mit zwölf Prozent und die skeptischen mit 13 Prozent mehr oder weniger die Waage. 75 Prozent der Befragten erwarten hier keine Veränderung.

Bedenken beim Auslandsgeschäft

Beim Export erwarten fast 27 Prozent der unterfränkischen Metall- und Elektrobetriebe eine Verschlechterung. Nur 17 Prozent rechnen mit einer weiteren Verbesserung ihrer Situation. 57 Prozent gehen dagegen von unveränderten Geschäften aus. Neubert erklärte, die Skepsis der Firmen beruhe auf der großen Unsicherheit. "Wie geht es mit der EU-Schuldenkrise weiter? Aber auch harte Fakten, wie etwa das Nachlassen der weltweiten konjunkturellen Dynamik, tragen zur Verunsicherung bei", berichtete Neubert.