Würzburg Millionenzuschuss für Zeller Bock
Für den Ausbau des Zeller Bocks, einer wichtigen Zufahrt zum Würzburger Stadtgebiet, wird der Freistaat 80 Prozent der Kosten zuschießen. Wann mit dem Ausbau der Verbindungsstraße aus dem Stadtteil Zellerau begonnen wird, ist weiterhin unklar.
Der Freistaat wird rund 17,2 Millionen Euro zum Ausbau der wichtigen Verbindungsstraße zwischen der Stadt Würzburg und dem Markt Zell beisteuern. Das hat Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck am Freitag (20.07.12) in Würzburg mitgeteilt. "Für mich ist völlig klar: Der Zeller Bock muss ausgebaut und wieder für den Verkehr freigegeben werden – und zwar möglichst bald", so Eck.
Vom Hinterland abgeschnitten
Damit spricht er 13.000 Berufspendlern im Großraum Würzburg aus der Seele: Nachdem vor über zehn Jahren Teile der Stützmauern entlang der Hangstraße eingebrochen waren, konnte die Straße zunächst nur noch einspurig befahren werden. Eine Ampelanlage regelte danach den Verkehr durch das Nadelöhr. Im Frühjahr 2010 wurde der Zeller Bock ganz für den Verkehr gesperrt. Seitdem müssen Pendler weite Umwege in Kauf nehmen. Zudem ist der Stadtteil Zellerau durch die Straßensperrung vom Hinterland abgeschnitten. Seit rund 20 Jahren ist der Zeller Bock schon für den Schwerverkehr gesperrt. Dies hat bei den dort angesiedelten Gewerbetreibenden zu massiven Umsatzeinbußen geführt und inzwischen auch zu ersten Insolvenzen.
Wiedereröffnung 2014?
Im vergangenen März hatte die Regierung von Unterfranken den Planfeststellungsbeschluss für die wichtige Verbindungsstraße für sofort vollziehbar erklärt – trotz der Klage einer Anliegerin, deren Grundstück zunächst vom Bau ausgenommen bleibt. Die Stadt Würzburg hätte somit die Möglichkeit, mit dem Ausbau zu beginnen. Im Herbst könnten erste Bagger anrücken. Trotzdem gibt es über den Baubeginn noch keine Entscheidung. Die Kosten für den gesamten Ausbau werden auf rund 20 Millionen Euro beziffert. Eine Wiedereröffnung des Zeller Bock ist bis 2014 geplant.

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