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Nürnberger Klinikum Proteste gegen Tierversuche

Zahlreiche Tierschutzvereine stellen sich bei einer Kundgebung gegen Versuche am Nürnberger Klinikum: Dort sollen ab 2018 Ratten und Mäuse im Labor gehalten werden. Tausende haben bereits eine Online-Petition dagegen unterschrieben.

Von: Ulrike Lefherz

Stand: 06.10.2017

Experimente an Laborratte | Bild: picture-alliance/dpa/CHINAFOTOPRESS/MAXPPP

Am Samstag (07.10.17, 14 Uhr) protestieren mehrere Tierschutzvereine vor der Lorenzkirche. Mehr als 40.000 Menschen haben bereits eine Online-Petition gegen geplante Tierversuche am Nürnberger Klinikum unterschrieben. Versuche an Tieren seien nicht nur moralisch und ethisch höchst verwerflich, so die Initiatoren der Petition. Auch seien die Ergebnisse in der Regel nicht auf den Menschen übertragbar, heißt es.

Medizinische Forschung

Das Nürnberger Klinikum will ab dem Jahr 2018 höchstens 100 Mäuse und 20 Ratten im Labor für Forschungszwecke halten. Die Klinik arbeitet mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität zusammen und vermietet der Uni den Raum für das Labor.

Labor im Vergleich sehr klein

Geforscht werden soll an künstlich gezüchteten Knorpeln und Sehnen. Jeder Versuch müsse von der Regierung von Unterfranken genehmigt werden, so ein Sprecher des Klinikums. Diese ist für Veterinärangelegenheiten zuständig. Das Labor sei im Vergleich zu anderen Unis in Bayern sehr klein, so der Sprecher. Nach seinen Angaben hielten andere Unis zwischen 10.000 und 20.000 Versuchstiere. Die Mäuse und Ratten sollen nur für die Forschung eingesetzt werden, nicht für die Lehre.


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