Schock im Nürnberger Süden: Die Explosion erschütterte ...
Explodierte Gaststätte Anklage gegen Wirtin und Koch
Nach der Explosion in der Nürnberger Gaststätte "Zum Klösterle" hat die Nürnberger Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Wirtin und den Koch erhoben. Der Vorwurf: Sie sollen die Explosion im Januar absichtlich herbeigeführt haben.
Die 62-jährige Inhaberin soll geplant haben, sich durch das Auszahlen der Versicherungssumme wirtschaftlich zu sanieren, so die Staatsanwaltschaft. Sie geht davon aus, dass sich die Wirtin bereits im vergangenen Jahr dazu entschlossen habe, die unrentable Gaststätte zu zerstören.
Koch soll aus Mitleid mitgeholfen haben
Im Laufe des Jahres soll sie ihren Mitarbeiter deswegen fünf Mal um Hilfe gebeten haben. Der 50-jährige Koch soll schließlich aus Mitleid eingewilligt und zwei Gasleitungen geöffnet haben, so die Staatsanwaltschaft. Er habe dafür 1.000 Euro gefordert, außerdem soll die 62-jährige Wirtin dem Koch ein Drittel der Versicherungssumme versprochen haben, so die Staatsanwaltschaft.
500.000 Euro Schaden durch heftige Explosion
Am Morgen des 4. Januar hatte eine heftige Explosion große Teile der Gaststätte "Zum Klösterle" im Nürnberger Stadtteil Pillenreuth zerstört. Auch mehrere angrenzende Häuser wurden beschädigt. Verletzt wurde niemand. Insgesamt entstand ein Schaden in Höhe von rund 500.000 Euro. Die Inhaberin habe den Schaden bei zwei Versicherungen gemeldet, so die Staatsanwaltschaft. Aufgrund des Ermittlungsverfahrens wurden allerdings keine Beträge ausbezahlt.
Koch gesteht, Wirtin bestreitet die Tat
Der Koch hat die Tat mittlerweile eingeräumt, die Wirtin bestreitet die Vorwürfe. Sie sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Der Koch wurde nach einem Monat in Haft wieder auf freien Fuß gesetzt.

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