Bayern 1 - Heute im Stadion


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Frage der Woche Wuppt Jupp die Bayern auch mit 72?

Als Triple-Trainer verließ Jupp Heynckes den FC Bayern auf dem Höhepunkt der Vereinsgeschichte, bei seiner überraschenden Rückkehr steht der 72-Jährige allerdings vor einigen Problemen. Kann der Erfolgstrainer den kriselnden deutschen Fußball-Rekordmeister wieder auf Kurs bringen?

Stand: 12.10.2017

Jupp Heynckes beim Training | Bild: picture-alliance/dpa

Das erste Problem ist mit der Personalie Heynckes immerhin gelöst: Vor den wichtigen Spielen in den kommenden Tagen und Wochen wurde zumindest auf die Trainerfrage eine für Fans und Spieler zufriedenstellende Antwort gefunden, 33% der Heute-im-Stadion-User waren für Heynckes als neuen Coach. Doch wollen die Münchner wieder zu alter Dominanz finden, hat der neue Coach noch einige Arbeit vor sich.

Die sportliche Situation: Schon Jahre nicht mehr waren die Bayern so angreifbar wie aktuell - selbst in der Bundesliga reichen klare Führungen nicht mehr zu Siegen. Taktisch erfolgte unter Carlo Ancelotti ein Rückschritt, häufig wirkte es so, als fehle den Spielern eine Handlungsanleitung. Ancelotti setzte auf die individuelle Klasse seiner Topstars, doch die sind nicht Topform. Oder verletzt. Auch ein Grund, warum der Italiener in dieser Saison noch keine Stammformation fand. Ein weiteres Fragezeichen steht dabei hinter dem Kader. Ist er zu schwach für höchstes internationales Niveau, wie bereits die ersten Experten unkten? Oder stehen eher interne Probleme dem Erfolg entgegen? Liegt es an atmosphärischen Störungen, könnte Heynckes kurzfristig etwas bewegen. Auch an der Taktik wird er feilen: „Es ist meine Aufgabe, wieder Ordnung zu schaffen. Ordnung in unserem Spiel.“

Die Stimmung: Mats Hummels sprach während des Trips mit der Nationalmannschaft von „aufreibenden Wochen“ in München. Zeitweise war der „FC Hollywood“ zurück: Thomas Müller motzte über fehlende Einsatzzeiten, Franck Ribery reagierte wütend auf eine Auswechslung - und Stürmer Robert Lewandowski entwickelte sich immer mehr zur Ich-AG. Ein nicht autorisiertes Interview mit Kritik an den Vereinsbossen nervte den Verein wie der Eigensinn des Polen. Ancelotti war nicht in der Lage, die Spieler bei Laune zu halten, verschärfte die Situation angeblich sogar, indem er Personalentscheidungen nicht ausreichend kommunizierte. Für Heynckes wird dies wohl die wichtigste Aufgabe: Die „Kabine zurückzugewinnen“, wie es so schön heißt. Vorteilhaft ist dabei, dass Heynckes mit Teilen der Mannschaft spanisch sprechen kann.

Die fehlende Fitness: Während Ancelottis Fitnesstrainer Giovanni Mauri das Team meist nur drei bis fünf Minuten aufwärmte und sind sich anschließend eine Zigarette gönnte, stehen jetzt Läufe, Dehnübungen und Sprints auf dem Programm.  Die Spieler sind unter Heynckes ständig in Bewegung. Es muss das Team schnellstmöglich wieder fit bekommen.

Der Zeitdruck: Es eilt für Heynckes, denn in den kommenden Tagen stehen wegweisende Spiele an. In der Champions League Duelle mit Celtic Glasgow, im DFB-Pokal und in der Liga geht es jeweils gegen RB Leipzig. Und Anfang November reisen sie zum enteilten Spitzenreiter Borussia Dortmund.

Die Bosse: Seit der Rückkehr von Uli Hoeneß spricht der Klub nicht mehr mit einer Stimme. Nicht nur einmal sendeten der Präsident und der Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge unterschiedliche Signale aus. In der Trainerfrage konnten sie sich letztendlich immerhin auf Heynckes einigen. Dessen Aufgabe könnte es auch sein, für einen Ausgleich der Alphatiere zu sorgen und so weitere Konflikte zu verhindern.

Der Nachfolger: Denn schon die Suche nach dem Trainer für die kommende Saison könnte für Zündstoff sorgen. Hoeneß soll den Hoffenheimer Julian Nagelsmann favorisieren, Rummenigge eher ein Engagement von Thomas Tuchel. Egal, wer nun neuer Bayern-Trainer werden wird, Heynckes wird die öffentlichen Diskussionen über seinen Nachfolger aushalten müssen. Der neue Coach soll den Klub jedenfalls „besenrein“ übernehmen, wie es Hoeneß formulierte. Heynckes selbst hofft auf einen „jungen deutschen Trainer“.

Er selbst ist mit 72 Jahren der drittälteste Trainer der Bundesliga-Geschichte, war über vier Jahre raus dem Geschäft. Aber Heynckes fühlt sich topfit und der Fußball sei in dieser Zeit ja nicht neu erfunden worden.

Was meinen Sie? Führt Jupp Heynckes den FC Bayern wieder in die Spur?

Abstimmung

Wuppt Jupp die Bayern auch mit 72?

Diese Abstimmung ist beendet.

Ja, die Bayern werden ihre Ziele erreichen, das Alter spielt keine Rolle, jetzt ist alles möglich.

69,0 %

Nein, es gibt zu viele Baustellen im Kader und Heynckes ist nicht mehr frisch genug für den Job.

31,0 %

Diese Abstimmung ist keine repräsentative Umfrage. Das Ergebnis ist ein Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer von BR.de, die sich an der Abstimmung beteiligt haben.


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Klaus, Samstag, 14.Oktober, 16:45 Uhr

10.

Kann der Moderator mal mit diesem blöden "wuppen" aufhören ?! Wir sind hier in Bayern ! Was soll auch im übrigen immer dieser schon fast diskiminierende Hinweis auf das Alter von Jupp ? Der weiß wahrscheinlich aufgrund seines Erfahrungspotentials und seiner Erfolge besser als mancher junge Trainer, was bei Bayern nun zu tun ist.

..Johann Schöber, Samstag, 14.Oktober, 16:22 Uhr

9. Jupp

..Natürlich nicht:
Die Manschaft, der Verein, ist komplett überaltert!
Die Spieler hangeln sich von Spiel zu Spiel. Deshalb funktioniert's ja auch (bedingt) in der Bundesliga.
Aber individuell hervorragende Ballkünstler reichen halt leider als Team nicht in Europa.
Vielleicht sind ja China- oder Amerikareisen eine clevere Geschäftsidee! ??

Markus Runte, Samstag, 14.Oktober, 16:14 Uhr

8. FRage der Woche

Jupp Heynckes wird den FC Bayern wieder in die Erfolgsspur zurückführen. Ich bin mir sicher, das sie mit ihm die Saisonziele erreichen werden. MIt seinem Alter von 72 Jahren hat er grosse Erfahrung im Fussballgeschäft gesammelt. Er kennt den FC Bayern und besonders deren Bosse. Jupp Heynckes ist zum jetzigen Zeitpunkt der absulut richtige Trainer. Vielleicht schafft er ja auch in dieser Saison das Trippel. Die Mannschaft muss sich aber für diese Ziele noch gewaltig steigern.

Rudi, Samstag, 14.Oktober, 16:14 Uhr

7. Jupp

es ist ihm zu gönnen !!
man muss Jupp hoch anrechnen, das er die Sache angeht, er kann auch viel verlieren.
aber wie er selber sagt: nur Anwesenheit und Handauflegen geht nicht. die Jungs sind selber genauso gefordert und müssen wieder viel mehr Gas geben.
Good Luck Jupp !!!!!!!!!!

Stößner Klaus, Samstag, 14.Oktober, 16:10 Uhr

6. Jupp mit 72 Jahren

Jupp ist der beste Trainer in Europa , das Alter spielt daher keine Rolle, kann sich Carlo Ancelottie eine Scheibe abschneiden.
Die Bayernspieler haben einfach Freude am Spiel was bisher nicht der Fall war.
Was ist, wenn Jupp die CL- gewinnt ????? dann gute Nacht für alle jungen deutschen Trainer.
Gruß Klaus aus Teuschnitz