S.T.S. Das Trio des Austro-Pop
Seit 1975 spielen Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz nun schon zusammen und haben Fans über drei Generationen. Zur Zeit sind sie auf Tournee in Bayern. Am 23.10.2011 - kurz vor dem Hautnah-Konzert - waren die drei Österreicher Gast bei Conny Glogger.
S.T.S. steht als Kürzel für die drei Musiker und Sänger Gerd Steinbäcker, Günther Timischl und Helmut Röhrling, Spitzname Schiffkowitz. Alles hat in Graz angefangen. Dort hatte das Trio 1975 seinen ersten kurzen Auftritt. Es folgten ein paar Konzerte in der Umgebung der steierischen Hauptstadt, unter anderem in Fürstenfeld, und im April 1976 war dann schon das Abschiedkonzert angesetzt.
Ein zäher Anlauf
Danach gingen die drei Musiker wieder eigene Wege. Sie schlugen sich mit Gelegenheitsjobs durch, um 1978 einen zweiten Anlauf zu nehmen. Den Bandnamen S.T.S. legte ich das Trio nach einem Konzert am Attersee zu. Ihre drei Nachnamen erwiesen sich für den dortigen Ansager als Zungenbrecher. Die drei Musiker aus der Steiermark reagierten prompt und beschlossen: Fortan sollten die Anfangsbuchstaben ihrer Nachnamen zum Markenzeichen werden. 1979 brachte S.T.S. dann die erste Single auf den Markt. Sie hatte noch einen englischen Titel und hieß "Matter of Sex". Die Platte war ein Flop. 1980 erschien "Da kummt die Sunn", die S.T.S.-Variante des Beatles-Klassikers "Here Comes the Sun". Ein Verkaufserfolg aber wurde auch diese Platte nicht.
Die Geschichte von "Fürstenfeld"
Der größte Hit von S.T.S. wurde ursprünglich 1982 von dem Musiker Josef Jandrisits komponiert und hieß "With a Little Help". Den Text hatte Schiffkowitz geliefert. Als S.T.S ihr zweites Album "Überdosis G'fühl" zusammenstellten, meinte die Schallplattenfirma, ein Titel würde noch auf das Album passen. Schiffowitz erinnerte sich an den Song, holte sich den Einverständnis des Komponisten und und schrieb einen deutschen Text mit dem Titel "Fürstenfeld". Im neuen Arrangement fühlte sich aber der aus Fürstenfeld stammende Timischl zu sehr auf die Schippe genommen und wollte das Lied nicht singen. Es wurde umarrangiert, ein A-Capella-Teil kam hinzu. Damit war Timischl dann einverstanden. "Fürstenfeld" wurde als Single ausgekoppelt und verkaufte sich 140.000 Mal. Heute vergeht wohl kein Volksfest, auf dem "Fürstenfeld" nicht gespielt würde.
In 1980ern begleitete den dreistimmigen Gesang und die Akkustigitarren von S.T.S. nur das Keyborad von Ewald Breit, seit Anfandg der 1990er -Jahre tritt S.T.S. mit kompletter Band an. Die musikalische Linie ist seitdem gleich geblieben, ihre Live-Auftritte sind immer wieder ein Erlebnis. Das Bayern 1-Hautnah-Konzert am 2. November 2011 im Münchner Funkhaus dürfte etwas ganz Besonderes werden.
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