Absturzüberlebende Juliane Koepcke "Der Himmel war schwarz"
Die Deutsch-Peruanerin Juliane Koepcke war 17, als sie 1971 als Einzige einen Flugzeugabsturz überlebte. Darüber hat sie jetzt ein Buch geschrieben.
Es war am Heiligen Abend 1971. Juliane Koepcke, damals 17 Jahre alt, fliegt zusammen mit ihrer Mutter von Lima nach Pucallpa. Sie wollen zum Vater, um mit ihm Weihnachten zu feiern. Die viermotorige Maschine gerät in ein Unwetter, wird von einem Blitz getroffen und stürzt aus 3.000 Meter Höhe ab. Juliane überlebt als einzige von 93 Passagieren, sie ist schwer verletzt: Kreuzband-Riss, Schlüsselbeinbruch. Sie schlägt sich zehn Tage durch den Urwald und stößt - am Ende ihrer Kräfte - schließlich auf Indios, die ihr helfen.
Das Überleben gelernt
Juliane Koepcke, die heute Juliane Diller heißt, ist 1954 in Lima geboren. Ihre Eltern waren Urwald-Forscher. Von ihnen hat sie viel darüber erfahren, wie man im Dschungel überlebt. Julianes Geschichte war schon ein paar Mal Gegenstand von Filmen. Regisseur Werner Herzog hat sie 2000 unter dem Titel "Wings of Hope" aufgegriffen. Herzog selbst hätte damals beinahe den Absturz-Flug LANSA 508 genommen, als er für seinen Film "Aguirre - Der Zorn Gottes " recherchierte.
Jetzt hat die Biologin ein Buch über ihre Erlebnisse geschrieben. "Als ich vom Himmel fiel" heißt es. Gerade hat sie den Internationalen Buchpreis "Corine" dafür bekommen.
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