Bayern 1 - Blaue Couch

Josef Hader Der große Zweifler

Vor ihm ist nicht sicher. Am allerwenigsten will er Überzeugungen weitergeben, schon gar keine politischen. In Österreich kennt den Kabarettisten und Schauspieler jeder. Jetzt war Josef Hader zum ersten Mal Gast auf der Blauen Couch.

Stand: 06.11.2011
Josef Hader | Bild: picture-alliance/dpa

Josef Hader ist auf einem Bauernhof geboren. Aber das war nicht seine Welt. Er ist nach Kloster Melk ins Gymnasium gegangen und hat sich dort als Ministrant, Organist, Chorsänger und Theaterspieler engagiert. "Katholisch zu sein" , hat er einmal gesagt, "ist die beste Ausbildung für einen Kabarettisten."

Schon mit seinem zweiten Programm "Der Witzableiter und das Feuer" kam er so gut an, dass er das Lehrerstudium sein ließ und sich ganz der Bühnenunterhaltung widmete.

"Indien" - der Durchbruch

1991 schrieb Hader zusammen mit Alfred Dorfer die Groteske "Indien". Zwei Hotelinspektoren, von denen einer gerne indische Musik hört, befinden sich auf Dienstreise und schließen dabei Freundschaft. Die Kinoversion wurde zu einem der erfolgreichsten österreichischen Filme der Nachkriegszeit.

Recht erfolgreich ist Hader auch als Schauspieler und Drehbuchautor in den Verfilmungen der Krimis von Wolf Haas. Darin spielt er den Ex-Kriminalkommissar Brenner. Für seine Leistung in "Ein halbes Leben" wurde Hader 2009 mit dem Deutschen Fernsehpreis und 2010 mit dem Grimme-Preise ausgezeichnet. Hader spielt in dem Film einen Familienvater, der vor Jahren ein Mädchen ermordet und vergewaltigt hat.

Hader mag Mozart, den VfB Stuttgart, Schadenfreude und Harmonie.