Schlecker geschlossen Selbsthilfe nach der Pleite
Vielerorts war die Schleckerfiliale die einzige Drogerie am Ort. Zum Beispiel in der der Bayerwald-Gemeinde Böbrach. Zwei Metzger, ein Bäcker, ein Schreibwaren und ein kleiner Lebensmitteladen - das ist alles, was den 1650 Einwohnern geblieben ist, seit die Schleckerfiliale zugemacht hat.
Allmählich wird es eng für die Nahversorgung und nicht nur dafür, findet Bürgermeister Werner Blüml.
Selbstversorgung statt Handelskette
Deshalb will Böbrach jetzt einen Dorfladen gründen. Wie genau, ist noch unklar, ob als gemeinnütziger Verein oder als Genossenschaft. Aber die Schließung der Schleckerfiliale gab jedenfalls den letzten Ausschlag für die Idee. Die Räume der Filiale stehen ohnehin leer, weil die großen Ketten Böbrach schlicht übersehen. Außerdem will der Lebensmittelhändler auch aufhören, weil er in Rente geht und keinen Nachfolger findet. Aber im Unterschied zu Schlecker hält er noch solidarisch die Stellung, bis der Dorfladen wirklich aufmacht.

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