Bayern 1


9

Sicherer Schulweg Deshalb sollten Kinder zu Fuß zur Schule gehen

Wer sein Kind mit dem Auto in die Schule fährt, will es meist beschützen - oder ihm den langen Fußmarsch ersparen. Doch Verkehrsexperten warnen, dass das "Elterntaxi" negative Folgen haben kann.

Stand: 13.09.2016

Sicherheit im Straßenverkehr muss gelernt werden. | Bild: picture-alliance/dpa

1. Das Kind verpasst was

Wer selbst zu Fuß zur Schule ging, kennt das: Man trifft Freunde, unterhält sich und redet auf dem Heimweg über den Schultag oder die Pläne für den Nachmittag. "Der Schulweg ist auch für die Pflege der sozialen Kontakte wichtig", sagt Isolde Kulzer-Seewald, als Schulrätin und bei Staatlichen Schulamt in München für die Verkehrssicherheit zuständig. Wer immer gebracht und abgeholt wird, verpasst diesen Teil des Schultags.

2. Sicherheit im Straßenverkehr muss ein Kind lernen

Ein sicherer Verkehrsteilnehmer, der weiß worauf er achten muss, wird man nicht von selbst - sondern durch Übung. "Wer sein Kind täglich zur Schule bringt, verzögert die Entwicklung", sagt Andreas Hölzel, Verkehrssicherheitsexperte beim ADAC. Natürlich gebe es Ausnahmen, wenn der Weg etwa sehr weit ist oder besonders gefährlich. Mit ein bisschen Übung können aber die viele Kinder den Weg zu Fuß oder mit dem Bus meistern. "Im zweiten Schuljahr müsste jedes Kind das schaffen", sagt Schulrätin Kulzer-Seewald.

3. Andere Kinder werden nicht gefährdet

Je mehr Eltern ihren Nachwuchs mit dem Auto in die Schule bringen, desto unübersichtlicher wird die Verkehrslage. "Kinder, die zu Fuß unterwegs sind, werden durch dieses Chaos gefährdet", sagt Isolde Kulzer-Seewald. In einer Studie der Bergischen Universität Wuppertal im Auftrag des ADAC stellten Forscher außerdem fest, dass Kinder deutlich häufiger auf dem Schulweg zu Schaden kamen, wenn sie mit dem Auto unterwegs waren, als wenn sie zu Fuß gingen.


9

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Sebastian Fleischer , Dienstag, 13.September, 12:30 Uhr

3. Schulweg

Hallo zusammen
Ich bin Schulweghelfer, zuständig das die Kinder der Grundschule sicher über Ampel kommen und geregelt in den Bus einsteigen . Es gibt einige Regeln Den Fußweg ( es ist eine Treppe ) benutzen , warten am ende der Treppe bis der Bus hält , und bei grün für Fußgänger über die Ampel gehen . Besonders Kinder ohne Eltern können das nach kurzer Zeit und spätestens ab der 2. Klasse alle . Das Problem sind die Eltern die sich nicht vorbildlich benehmen , nicht die Treppe benutzen und in schlimmen Fall bei rot über die Ampel vor den Augen der anderen Kindern um zum Kind zu kommen und fahrlässig mit Kind bei rot über die Ampel . Auch das ingorieren des Fußgängerüberwegs mit Ampel ( man nehme sein Kind und zerre es über die Straße ) kommt vor . ACHTUNG Verkehrsteilnehmer achten nicht immer auf die Ampel !!!!
Sehr gefährlich

Seid Vorbilder Kinder gegenüber

LG

S, Fleischer

Karl-Heinz, Dienstag, 13.September, 12:07 Uhr

2. Schulweg

Ich bin seit 10 Jahren Schulweghelfer in Wolnzach und muss wie jedes Jahr feststellen das immer mehr Kinder mit den Auto zur Schule gebracht werden.
Am besten noch bis ins Klassenzimmer, ist das nicht möglich werden Gehwege, Feuerwehrzufahrten, Rettungswege und die Bushaltestellen zu geparkt.
Schulbusse müssen oft die Kinder an der Strasse aussteigen lassen da Eltern die Zufahrt zu den Haltestellen blockieren.
Die Kinder müssen oft wegen falsch geparkten Autos auf die Strasse ausweichen.
10 bis 15 Min. Bewegung vor der Schule schadet den Kinder nicht.

Katharina, Dienstag, 13.September, 10:52 Uhr

1. zu Fuß in die Schule

Ich arbeite seit 1977 an verschiedenen Schularten und beobachte das "Elternverhalten". Nicht nur dass sie ihre Kinder bis vor die Schultüre fahren, nein, sie tragen auch noch den Schulranzen - wenn möglich sogar bis zum Sitzplatz im Klassenzimmer - ebenso abholen. Liebe Eltern, bitte verweichlicht eure Kinder nicht so, denkt auch an später; das Loslassen beginntdoch bereits im Kindergarten. Die Kinder sind stolz, wenn sie für kleinste Erfolge ein Lob bekommen, nur so werden sie gestärkt und nicht verweichlicht und nehmen am aktiven Leben teil. (Handy, Computer, Fernsehen - passiv) - Alles in Maßen.