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Blumen anschneiden So bleiben Schnittblumen länger frisch

Mit diesen einfachen Tipps von Bayern 1-Pflanzenexpertin Karin Greiner bleiben Schnittblumen gleich mehrere Tage länger frisch.

Stand: 14.02.2017

Ein Strauß Blumen steht in einer Vase. | Bild: mauritius-images

Transport

Damit die Blumen länger halten, sollten Sie schon auf dem Transport nach Hause gut geschützt sein. "Bis plus fünf Grad muss man sehr vorsichtig sein und die Pflanzen gut einwickeln, sonst erfrieren sie", sagt Bayern 1-Pflanzenexpertin Karin Greiner. Und erfrorene Blumen welken schneller.

Vase

"Die Blumen sollten nicht gequetscht stehen", empfiehlt Karin Greiner. Bei Tulpen sollten Sie außerdem beachten, dass sie auch in der Vase noch wachsen können - also besser ein etwas höheres Gefäß wählen.

Anschneiden

Am besten schneiden Sie Blumenstiele mit dem Messer an.

Grundsätzlich sollten Sie Schnittblumen täglich anschneiden - auch wenn das nur die Wenigsten machen. Alle paar Tage ein neuer Anschnitt sollte es aber laut Karin Greiner schon sein. Für eine längere Haltbarkeit ist auch die Technik wichtig: "Schneiden Sie die Blumen mit dem Messer schräg ziehend an. Das erweitert die Fläche, durch die Wasser aufgesogen werden kann." Wer regelmäßig anschneidet, verhindert, dass Bakterien die Wasserleitbahnen verstopfen und die Blume trotz Wasser in der Vase vertrocknet.

"Je größer die Fläche ist, desto mehr Wasser können die Blumen aufnehmen."

Karin Greiner, Bayern 1-Pflanzenexpertin

Wasser

"Das Wasser täglich zu wechseln ist die beste Frischhaltemethode", sagt Bayern 1-Pflanzenexpertin Karin Greiner. Am besten ist lauwarmes Wasser - die Blume bekommt keinen Hitze- oder Kälteschock und es sind weniger Luftbläschen enthalten, die die Wasserleitbahnen blockieren könnten.

Bayern 1-Pflanzenexpertin Karin Greiner.

"Die Blumenstiele sollten außerdem nur so weit im Wasser stehen, wie sie blattfrei sind. Blätter fangen im Wasser schnell an zu faulen", sagt Karin Greiner. Von Zusatzbeuteln im Wasser rät die Bayern 1-Pflanzenexpertin ab: "Das ist eine Mischung aus Zucker und wachstumshemmenden Mittel gegen Mikroorganismen – davon halte ich nichts", sagt Greiner.

Das können Sie noch tun:

  • Blumen nachts ein bisschen kühler stellen, das verringert die Verdunstung und verlängert die Haltbarkeit.
  • Schlappe Rosen in die mit Wasser gefüllte Badewanne geben. "So können Sie sich richtig vollsaugen und halten zwei bis drei Tage länger."
  • Um zu verhindern, dass der Stiel der Amaryllis sich aufdreht, einfach am unteren Ende mit Klebestreifen umwickeln.
  • Nie den Draht aus Gerbera ziehen. "Durch den großen Kopf braucht die Gerbera den als Stabilisator", sagt Karin Greiner.
  • Narzissen immer alleine in die Vase stellen – mindestens für einen Tag. Karin Greiner: "Narzissen sondern einen Schleim aus, der andere Blumen ruinieren würde."
  • Immer darauf achten, dass die Blumen aus fairem Handel stammen, wo die Arbeiter gut behandelt werden. "Wer Rosen oder Tulpen für ein paar Euro im Discounter kauft, dem muss klar sein, dass die Blumen massiv mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sind", sagt Greiner.

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Hödl Walter, Dienstag, 14.Februar, 06:33 Uhr

1. Haltbarkeit der Rosen verdoppeln und alle zur vollen Blüte veranlassen

Auf Anhieb schwer vorstellbar und und wider besserem Wissen nicht glaubhaft.
Nach einem Test, werden auch die größten Zweifler überzeugt sein.

Heißes Wasser, durchaus aus dem Wasserkocher, in die Vase schütten.
Sofort die Rosen mit den Strengeln bis an den Boden der Vase geben.
Über Nacht die Vase in einen kühleren Raum stellen z.B. Hausgang.

Alle Rosen blühen nach und nach vollständig auf und halten doppelt solange wie üblich. Verdoppelung entsprechend und analog der Frische seit dem Schnitt.
Ob die Abtötung der Bakterien an den Stielen, in der Vase oder bei kalten Wasser haupt-verantwortlich für die wesentlich verlängerte Lebenszeit ist mögen die Fachleute der Uni in Weihenstephan auf sen Grund gehen.

Selbst herunterhängende Köpfe auch bei Gerbera richten sich wieder auf.