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Schnecken bekämpfen So schützen Sie Ihren Garten wirkungsvoll

Nach dem Regen tummeln sich die Schnecken im Rasen oder futtern sich durch die Salatbeete? Welche Mittel wirklich helfen und warum Sie Ihren Garten auf keinen Fall abends gießen sollten.

Stand: 12.06.2017

Zwei Schnecken kriechen über ein Salatblatt. | Bild: picture-alliance/dpa

Schnecken bekämpfen - das hilft

Den Boden lockern

"Langfristig hilft es, den Boden zu locken. Dann bleibt er unten feucht, trocknet an der Oberfläche aber schneller, was die Schnecken nicht mögen", sagt Karin Greiner. Während Sie den Schnecken den Weg so erschweren, profitieren die Pflanzen vom lockeren und gut durchlüfteten Boden.

Für die richtige Nahrung sorgen

"Wenn der Garten zu aufgeräumt ist, gehen sie an andere Pflanzen."

Karin Greiner, Bayern 1-Pflanzenexpertin

Weinbergschnecken fressen grundsätzlich alles, was saftig und zart ist: frisch gemähtes Gras, Laub und verrottende Blätter. Wenn der Garten aber sehr aufgeräumt ist und sie kein Laub oder ähnliches finden, gehen auch die geschützten Weinbergschnecken an den Salat. Damit es gar nicht erst so weit kommt, rät Karin Greiner: "Dulden Sie deshalb ein wenig Wildwuchs im Garten und lassen Sie auch mal alte Blätter unter dem Salat liegen."

Richtig gießen

Ob Ihr Garten von Schnecken bevölkert wird oder nicht, hängt davon ab, wann Sie gießen. "Wer den Garten abends gießt, schafft ein Eldorado für Schnecken. Besser: Morgens gießen, das ist für die Pflanzen genauso gut, die Oberfläche trocknet aber schneller", sagt Karin Greiner. Weil nachts die Oberfläche länger feucht bleibt, fühlen sich die Schnecken auf dem Rasen und in den Beeten besonders wohl. Eine Bierfalle ist übrigens keine gute Idee, die lockt die Tiere eher an.

Barriere gegen Schnecken

"Wenn der Rasen frisch gemäht ist, kriechen manchmal überall in der Wiese Schnecken. Ohne einen Trennstreifen zum Beet, gehen sie dann schnell an die Pflanzen", sagt Bayern 1-Pflanzenexpertin Karin Greiner. Am besten eignet sich ein trockener Untergrund als Barriere - der entzieht dem Schneckenschleim Feuchtigkeit und macht es für die Schnecken anstrengender vom Rasen in die Beete zu gelangen. Pflanzenexpertin Greiner empfiehlt für die Abtrennung Kaffeesatz, Rindenmulch, Sägemehl, Gesteinsmehl, Sand oder auch Tannenzapfen.

Schnecken absammeln

"Grundsätzlich ist Absammeln die beste Methode gegen Schnecken", sagt Pflanzenexpertin Greiner. Davon Salz auf die Tiere zu streuen, rät Greiner eindeutig ab: Die Schnecken verenden langsam und qualvoll und das Salz schadet außerdem dem Boden. Die Schnecken mit kochendem Wasser zu übergießen, ist immerhin eine schnelle Methode.

Sie können die Schnecken aber natürlich auch in einen Eimer geben und woanders wieder aussetzen. Allerdings sollten Sie dann eine etwas weiter entfernte Stelle zum Aussetzen wählen - den Weg vom Nachbargrundstück zurück schaffen Schnecken nämlich erstaunlich schnell.

Schneckenkorn

Schneckenkorn auf Basis von Eisen-III-Phosphat hält Schnecken fern. Der Vorteil: Im Gegensatz zu anderen Mitteln ist es für Nützlinge nicht schädlich. Entscheiden ist beim Schneckenkorn die richtige Anwendung: Nicht ringförmig ausstreuen, sondern gleichmäßig überall verteilen.

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