Bayern 1

Verkehrsunfall Ein Toter bei Reisebus-Unglück mit Schülern

Ein Tag nach dem Busunfall mit Schulkindern aus München auf dem Weg von Paris nach München sind die Schüler nach Bayern zurückgekehrt. Mehr als 20 wurden verletzt, ein Betreuer der Gruppe wurde getötet.

Stand: 20.08.2012

Der Unfall ereignete sich im Osten Belgiens. Wie die belgische Nachrichtenagentur belga berichtet, war der Bus mit deutschen Schulkindern in der Nähe der belgischen Ortschaft Cerexhe-Heuseux - auf der Europastraße 40/42 - am Sonntag gegen 6.15 Uhr verunglückt. Die 59 Insassen waren auf dem Rückweg von Paris nach Deutschland.

Ein Toter und mehr als 20 Verletzte

Bei dem Unfall zog sich der Begleiter der Gruppe schwere Verletzungen zu und starb im Krankenhaus. Eine Sprecherin der belgischen Bundespolizei bestätigte, dass der Mann Deutscher war. 24 Schüler zwischen 15 und 20 Jahren wurden leicht verletzt und in umliegenden Krankenhäusern versorgt. Die unverletzten Schüler wurden nach dem Unfall in einem Sportzentrum in der Gemeinde Soumagne untergebracht und psychologisch betreut. Zunächst gab es Schwierigkeiten, Einsatzkräfte zu finden, die Deutsch sprechen, zitierte die Zeitung Bürgermeister Charles Janssens. Es seien aber schließlich gleich mehrere gefunden worden. Bis Sonntagmittag wurden alle Verletzten aus dem Krankenhaus entlassen. Am Sonntagnachmittag wurden sie zusammen mit den anderen Insassen des Busses mit einem anderen Bus nach Deutschland gebracht.

Fahrer vermutlich eingeschlafen

Zwei Autofahrer wurden durch das Busunglück in Mitleidenschaft gezogen. Grund des Unglücks war wohl, dass der Busfahrer am Steuer eingeschlafen ist. Der Bus kam daraufhin von der Fahrbahn ab, stürzte um und schlitterte in einen Straßengraben. Die Bergungsarbeiten waren schwierig. Die Staatsanwaltschaft Lüttich ermittelt.

Große Katastrophe verhindert

Die belgische Innenministerin Joëlle Milquet lobte die Rettungskräfte für ihre "Schnelligkeit, Effizienz und herausragende Professionalität". Dadurch hätte Schlimmeres verhindert werden können. "Eine große Katastrophe mit vielen Opfern ist heute wahrscheinlich verhindert worden", erklärte sie.


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