Bayern 1

Emmering (Landkreis Fürstenfeldbruck) Familienvater soll verhört werden

Nach einem Familiendrama in Fürstenfeldbruck, bei dem eine Frau ihre Kinder und sich selbst getötet hat, soll nun der Familienvater verhört werden.

Stand: 20.08.2012
Familiendrama in Emmering bei Fürstenfeldbruck | Bild: picture-alliance/dpa

Der 45-jährige Vater stand zunächst unter Schock und konnte deshalb noch nicht vernommen werden. Er wurde psychologisch betreut. "Wir haben ihn gleich kurz befragt, aber da war in diesem Moment nicht viel zu erfahren", so ein Sprecher der Polizei. Die 38-jährige Frau hatte in Emmering im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck ihre beiden Söhne und anschließend sich selbst getötet. Die Kinder waren vier und sechs Jahre alt.

Obduktionsergebnis eindeutig, Tathergang ungewiss

Die Obduktion ergab, dass die Kinder erstickt wurden , die Mutter starb durch Erhängen. Hinweise auf ein Fremdverschulden am Tod der Frau und der beiden Kinder gibt es nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern nicht. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck geht davon aus, dass die Mutter die Tat begangen hat. Was genau geschehen sei, konnte aber bisher noch nicht geklärt werden.

Motiv weiterhin völlig unklar

Das Motiv für die Familientragödie ist weiterhin noch völlig unklar. Hinweise auf ein Zerwürfnis zwischen den Eheleuten gibt es nach Angaben der Polizei nicht. Die Familie galt in der Nachbarschaft als intakt und gut integriert.

Erweiterter Selbstmord

Juristen und Psychologen sprechen von erweitertem Selbstmord, wenn ein Mensch nahe stehende Personen ohne deren Einverständnis tötet, bevor er Selbstmord begeht. Grund sind meist wirtschafliche oder schwere psychische Probleme oder Krankheiten.


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