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Gegen Wildpinkler Nürnberger Klos länger geöffnet

Die Stadt Nürnberg verlängert nach Protesten der Anwohner die Öffnungszeiten von drei Toiletten in der Innenstadt. Sogenannte Klo-Aktivisten hatten das seit längerem gefordert, da sich viele Passanten ungeniert erleichtern würden.

Stand: 29.11.2013

Öffentliche Toilette | Bild: colourbox.com

Die drei öffentlichen Toiletten sollen ab dem 1. Dezember testweise sechs Monate lang länger zugänglich sein. Am Rathaus und in der Königstorpassage bleiben sie am Wochenende bis 2.00 Uhr geöffnet. Das besonders frequentierte stille Örtchen in der U-Bahn-Station an der Lorenzkirche bleibt bis Mitternacht offen.

Bürgerinitiative gegen Wildpinkler

Bislang standen Besucher der Nürnberger Altstadt schon ab 22.00 Uhr vor verschlossenen Türen. Anwohner hatten berichtet, dass sich viele Nachtschwärmer ungeniert in den Passagen und Hauseingängen erleichtern würden. Deshalb gründete sich eine Bürgerinitiative gegen Wildpinkler, die zum Beispiel mit eigens erstellten Flyern und Unterschriftenlisten auf sich aufmerksam machten.

"Am Wochenende zieht sich eine Urin-Schneise vom Hauptmarkt durch die Altstadt."

Jürgen Endreß, Bürgerinitiative gegen Wildpinkler

Klo-Gänger werden gezählt

Der Toiletten-Testbetrieb kostet die Stadt nach eigenen Angaben 27.000 Euro. Um die Wirksamkeit der längeren Öffnungszeiten zu überprüfen, soll eine Reinigungsfirma, die in den drei Toiletten für die Sauberkeit zuständig ist, nach 22.00 Uhr das Besucheraufkommen schriftlich festhalten. Um die Aktion zu unterstützen, wird es einen WC-Flyer geben, der Touristen und Besuchern helfen soll, die Toiletten auch zu finden.

Abstimmung

Sollen öffentliche Toiletten nachts öffnen?

Diese Abstimmung ist keine repräsentative Umfrage. Das Ergebnis ist ein Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer von BR.de, die sich an der Abstimmung beteiligt haben.


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Fritz, Freitag, 12.Juli, 19:38 Uhr

8. wildpinkler

Die Antworten und Argumentationen der Stadtoberen sind nur provinziell.
Nürnberg zieht viele Besucher an, die auch konsumieren und viel Geld da lassen.
Warum ist es nicht möglich, sowohl neue Toiletten ,zu eröffnen, als auch bestehende länger offen zu halten.
Die Antwort der Stadtpolitiker"es ist kein Geld da" finde ich daher einfältig.


Karl, Dienstag, 12.März, 10:36 Uhr

7. wildpinkeln

Es gibt da was für Wildpinkler:
Uriwell, Uritravel und für die Kleinen Happy-Pi.

Birgitt, Freitag, 25.Januar, 07:32 Uhr

6. Wildpinkeln

Wer in der Innenstadt wild in die Gegend uriniert, benimmt sich unkultiviert und hat demnach ein soziales Problem. Ein Wildpinkler wird nachts niemals den Fussweg zu einer öffentlichen Toilette antreten. Allenfalls kann man ihn mit einer nahen Toilette fünf Schritte Angebot ums Eck locken. Die Aktion "nette Toilette" scheint mir deshalb ein sinnvoller Versuch, von dem auch die andere Hälfte der Bevölkerung - auch Frauen müssen pinkeln - profitieren würde.

Prostata, Donnerstag, 24.Januar, 14:22 Uhr

5. wildpinkeln

eigentlich unglaublich, um in nürnberg seine notdurft (pinkeln) verrichten zu dürfen, muss man in ein lokal zum konsumieren, oder 50 cent bzw. 1 euro in einer u-bahn-bahnhof-toilette, zahlen.
man kann nicht als stadt nürnberg in der ganzen innenstadt z.b. fressbuden aufstellen, standgebühren kassieren, aber keine kostenlosen toiletten anbieten....unglaublich..und ja die notdurft zu verrichten ist ein menschenrecht.

Sauerei!, Donnerstag, 24.Januar, 12:56 Uhr

4. Auch tagsüber...

...wird in der Innenstadt wild herumgepinkelt. Einer der meistfrequentierten Orte ist das Anwesen an der Plobenhofstraße/Hauptmarkt. Dort im Innenhof des Cafe Alex und des Restaurant Provenza beobachten wir, die wir unser Büro im Haus haben, fast täglich Wildpinkler. Meist sind das Obdachlose, die im Sommer auf den Bänken im Innenhof, auf denen wir gerne unsere Mittagspause verbringen würden, betrinken, schlägern und ins angrenzende Blumenbeet pinkeln oder dieses mit leeren Flaschen und Müll dekorieren. Wir verbringen unsere Mittagspause schon lange nicht mehr im eigenen Innenhof!

Sendungsinfo

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1