50 Jahre Rolling Stones
Erstes Deutschland-Konzert der Rolling Stones 1965 in Münster
50 Jahre Rolling Stones Dienstälteste Rockband
"Sex & Drugs & Rock 'n' Roll" - die 50 Jahre ihrer Karriere haben die "Stones" immer wieder mal nach dieser Formel aufgemischt. Ihr erstes Konzert gab die Band am 12. Juli 1962 im Londoner Marquee-Club. Wir feierten den runden Geburtstag mit "Stones"-Musik den ganzen Tag lang.
Zu ihrem ersten Auftritt - und das gleich im angesagten Londoner Marquee-Club - kamen "The Rolling Stones" wie die Jungfrau zum Kind. Der eigentlich engagierte weiße Blues-Musiker Alexis Corner musste absagen und bat die Band, deren Kopf damals noch Brian Jones war, einzuspringen. Die Besetzung beim Auftakt: Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones, Dick Taylor, Ian Stewart und Tony Chapmann.
Anfänge
Jagger und Richards kannten sich schon von der Grundschule in Dartford, das östlich von London liegt. Als Jones 1962 eine Band gründen wollte, sprach er mit Jagger, der zusagte - unter der Voraussetzung, dass auch seine Freunde mitmachen dürften. Der erste Manager der "Stones" war der frühere Pressemann der "Beatles" Andrew l. Oldham. Er besorgte den "Stones" den ersten Plattenvertrag. Überhaupt waren in den Anfängen die Beziehungen zwischen den "braven Beatles" und den "bösen Beatles", welche die "Stones" nach Oldhams Vorstellung sein sollten, sehr freundschaftlich. Die "Beatles" überließen den "Stones" sogar ihre Komposition "I Wanna Be Your Man" für die zweite Single.
Drogen und Gewalt
Ab 1963 war die Band ununterbrochen auf Tournee oder im Studio und schaffte den Durchbruch 1965 mit "(I Can't Get No) Satisfaction". Ein anstrengendes Leben. Obendrein forderten die Drogen ihren Tribut. Jones, Jagger und Richards kamen mit der Justiz ins Gehege. Jones ertrank 1969 in seinem Swimmingpool. Die genauen Umstände sind bis heute nicht aufgeklärt. Ihm zu Ehren gaben die Stones im Juli 1969 ihr legendäres Hyde Park-Konzert. Im gleichen Jahr ein weiterer Vorfall mit negativen Schlagzeilen: Beim Open Air im kalifornischen Altamont kommen vier Menschen ums Leben, ein Schwarzer wird von einem "Hells Angel"-Ordner erstochen.
1971 erschien das Album "Sticky Fingers". Auf der Innenhülle des Albums war zum ersten Mal die "Stones"-Zunge zu sehen. Sie wurde zum Markenzeichen der Band. 1975 kam Ron Wood von den "Faces" zur Band. Damit war die heute noch aktuelle Besetzung erreicht: Mick Jagger (Gesang), Keith Richards (Gitarre), Ron Wood (Gitarre) und Charlie Watts (Schlagzeug). Bill Wyman war 1993 als Bassist ausgestiegen.
In den 1980ern gab immer wieder mal Reibereien zwischen Jagger und Richards. Jagger strebte ein Solokarriere als Superstar an, sang bei seinen Auftritten aber vor allem "Stones"-Titel. Das ärgerte Richards. Anfang der 1990er waren die Zwistigkeiten dann beigelegt und loderten erst wieder auf, als Richards 2010 seine Biografie "Life" vorlegte. Einige Anmerkungen von Richards über Jagger gehen unter die Gürtellinie.
Gigantische Tourneen
In den 1990ern unternahmen die "Stones" mehrere Mega-Tourneen. So erfolgreich wie die "Voodoo-Lounge"-Tournee von 1994 war bis dahin noch keine Musikveranstaltung in der Geschichte. Zum 40-jährigen Bestehen führte die "Forty Licks"-Tournee die Band 2002 rund um die Welt. 2006 gab es das bisher größte Rolling-Stones-Konzert überhaupt. In Rio de Janeiro kamen 1,2 Millionen Besucher zu dem Spektakel auf der Copacabana. Zum 50-jährigen Band-Jubiläum sollte es wieder eine Tour geben. Sie wurde aber ins nächste Jahr verschoben.

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