Flughafen München Streit über dritte Startbahn brodelt wieder
Von einem Rekordjahr 2011 hat der Münchner Flughafenchef bei der Jahrespressekonferenz gesprochen. Für weiteres Wachstum brauche man eine dritte Startbahn. Das sehen die Startbahngegner anders.
"Kein anderer Flughafenstandort in Deutschland erreichte ein so hohes prozentuales Wachstum", jubelte Flughafenchef Michael Kerkloh bei der Verkündung der Bilanz. 38 Millionen Passagiere hat der Flughafen München 2011 umgeschlagen. Das sind neun Prozent mehr als im Vorjahr und neuer Rekord. Grund für den Zuwachs: größere Maschinen und eine höhere Auslastung der Flüge. Die Zahl der Starts und Landungen stieg erstmals seit 2008 wieder und zwar um fünf Prozent auf 410.000. Beim Ergebnis nach Steuern habe der Flughafen vorläufigen Berechnungen ebenfalls einen Anstieg von 154 Millionen auf 230 Millionen Euro erreicht.
Grüne: Rückgang bei Flugbewegungen seit 2006
Die Zahlen der Jahresbilanz des Flughafens haben die Diskussion um die dritte Startbahn wieder mächtig angeheizt. Der Flughafen München stoße laut Kerkloh wegen des starken Zuwachses an die Kapazitätsgrenze.
"Ohne dritte Bahn werden sich die Engpässe, die wir jetzt schon haben, weiter verstärken."
Flughafenchef Michael Kerkloh
Die Grünen interpretieren die Zahlen anders, nämlich dahingehend, dass der Münchner Flughafen keine dritte Startbahn brauche. Bei der Zahl der Passagiere habe es zwar ein neues Hoch gegeben, die Anzahl der Flugbewegungen sei aber geringer als 2006, nämlich um über 1.000 Bewegungen.
"Seit Beginn der Planungen im Jahr 2005 ist die Anzahl der Flugbewegungen insgesamt nur um 2,8 Prozent gestiegen."
Grünen-Politiker Christian Magerl
Die Vorhersagen, auf denen die Planungen für die dritte Startbahn beruhen, würden aber von einem Wachstum von 2,9 Prozent pro Jahr ausgehen. "Das ist eindeutig nicht erreicht", so Magerl überzeugt.
Michael Piazolo vom Münchner Bündnis gegen die dritte Startbahn nannte Angaben der deutschen Flugsicherung. Demnach seien die Flugbewegungen in den ersten sieben Wochen des laufenden Jahres in München um 3,7 Prozent gesunken.
"Die Geschichte des immerwährenden Wachstums auf dem Flughafen München ist falsch."
Michael Piazolo, Münchner Bundnis gegen die dritte Startbahn
Hintergrund
Mitte Januar hat die bayerische Staatsregierung den Baubeginn der dritten Startbahn verschoben. Sie will die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs über die Klagen der Startbahn-Gegner abwarten.
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joschik, Montag, 27.Februar, 21:38 Uhr
8. Subventionen
Ich vermisse in ihrem Bericht diese Angaben:
- gezahlte Subventionenen für Langstreckenflüge
- Schuldenstand des Flughafens und Tilgungsplan
- Dividendezahlungen
Das rundet eine "Erfolgsstory" doch erst richtig ab!
sarah-rosina, Freitag, 24.Februar, 20:44 Uhr
7. KEINE 3. STARTBAHN!!!!!!!!
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin eine alleinerziehende Mama, und urteile de was wird eine 3. Start - bzw. Landebahn benötigt? Ich bin seit 10 Jahren Im Transportwesen tätig, íc´h kann´keinen regionalen vorteil mit der erschließung erkennen.
sweety63, Freitag, 24.Februar, 14:58 Uhr
6. Dritte Startbahn
Es profitiert jeder vom Flughafenausbau, nur haben will ihn keiner. Jeder will in Urlaub fliegen, wir sind froh in der Region fast Vollbeschäftigung zu haben und durch den Flughafen auch für größere Firmen interesannt zu sein. Das tut der Entwicklung der Region gut. Nur will keiner von den Gegnern das zugeben. Natürlich muss man sich über die Lärmbelästigung und den Dreck Gedanken machen, aber die Flugzeuge sind leiser und sauberer geworden. Die Fluggesellschaften zahlen einen hohen Preis, wenn ihre Triebwerke zuviel Krach machen. Und der Treibstoffausstoß regelt sich in gewisser Weise auch von allein, die Kosten würden sonst ins Unermessliche steigen. Die Bahn ist keine Alternative und sollen wir alle wieder auf Autos umsteigen. Wir können dann ja noch eine Autobahn bauen. Im übrigen werden die Bürger,die intensiv betroffen sind auch zum Teil entschädigt und zwar in nicht geringer Höhe. Für mich ist das nur ein "Sich Wichtigmachen" und Geldschneiderei.
Aber das will von den Meckerern auch keiner zugeben. Und wie schon von ingenieur angesprochen, die Sicherheit steht hier wohl an erster Stelle.
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