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Echelsbacher Brücke Weltberühmt und sanierungsbedürftig

Sie ist bei Architekten weltberühmt, die Echelsbacher Brücke über die Ammer zwischen Rottenbuch und Bad Bayersoien.Die weltweit längste Brücke dieser Bauart muss aufwändig renoviert werden. Nun hat Bundesverkehrsminister Dobrindt den Startschuss gegeben.

Von: Matthias Morgenroth und Michael Bartmann

Stand: 02.05.2017

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat mit dem feierlichen Spatenstich den Startschuss für die Teilerneuerung der Echelsbacher Brücke gegeben. Die fast 80 Meter hohe Brücke der B23 über die Ammerschlucht zwischen Peiting und Oberau ist die zentrale Verbindung zwischen den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau.

"Zwei der stärksten Tourismusregionen Bayerns"

Die Kosten belaufen sich auf 19,8 Millionen Euro, allein acht Millionen werden in eine Behelfsbrücke investiert, über die während der Bauzeit der Verkehr umgeleitet wird. Michael Kordon, Leiter des Staatlichen Bauamtes Weilheim, versprach:  

"Die Autofahrer werden wenig Beeinträchtigungen haben."

Michael Kordon, Leiter des Staatlichen Bauamtes Weilheim

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt

Die Behelfsbrücke sei nötig, so Kordon, da es sonst zu enormen Umwegen für die Autofahrer kommen würde. Bundesverkehrsminister Dobrindt hob die Bedeutung der Echelsbacher Brücke für die gesamte Region hervor. Die Brücke verbinde "zwei der stärksten Tourismusregionen Bayerns", sagte der Bundesverkehrsminister. Sie sei ein zentraler Bestandteil des Verkehrsnetzes zwischen dem Oberland und Schwaben. Dobrindt verglich sie sogar mit der Golden-Gate-Bridge in San Francisco.  

Zur Geschichte

Die Brücke war schon eine Sensation, als sie 1929 gebaut wurde – ein Jahr später pilgerten die Besucherströme auf dem Weg zu den Oberammergauer Passionsspielen über die Brücke.

Alles war rechtzeitig vorbereitet für den Spatenstich.

Mit einer Spannweite von 130 Metern ist die Echelsbacher Brücke am weitest gespannte Melan-Bogenbrücke der Welt – eine Ingenieur-Meisterleistung – für viele nicht nur damals – vor 85 Jahren - ein technisches Wunder  - und das bei diesen Bedingungen!

Trotzdem war die Brücke in nur 422 Tagen Bauzeit fertig – gerade rechtzeitig vor einem Massenspektakel in der Region - den Passionsspielen 1930 in Oberammergau.Wobei alle waren nicht glücklich über den Bau – den Rottenbucher Bauern ging damit eine ganz gute Einnahmequelle verloren, denn die hatten den Fuhrwerken den Berg hoch geholfen und diese Schleppleistung hatten sie sich gut entlohnen lassen. Doch die Echelsbacher Brücke mit ihrer gewagten Konstruktion gilt inzwischen als ein Mekka für Brückenliebhaber aus aller Welt.

Blick auf die Brücke:


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