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Energie und Kosten sparen Richtig heizen, Schimmel vermeiden

Nicht alle Mythen über richtiges Heizen sind wahr - und manche können Sie sogar bares Geld kosten. Auf diese Dinge sollten Sie achten, auch um Schimmel zu vermeiden.

Stand: 05.01.2017

Richtiges Heizen spart Geld.  | Bild: picture-alliance/dpa

"Das eine Grad kühler macht ja keinen Unterschied."

Nein! Schon eine kleine Veränderung macht sich bemerkbar. "Wenn man die Raumtemperatur um ein Grad senkt, entspricht das einer Energieeinsparung von sechs Prozent", sagt Klaus Müller, Energiekoordinator bei der Verbraucherzentrale Bayern. Je nach Größe von Haus oder Wohnung können das im Jahr ein paar hundert Euro sein.

"Wer richtig heizt, kann in jeder Wohnung sparen."

Mit einer Thermobildkamera finden Sie Stellen, an denen Wärme entweicht.

Nicht unbedingt. Denn tatsächlich können Sie noch so sparsam heizen - wenn Haus oder Wohnung schlecht isoliert sind, zahlen Sie trotzdem drauf. Wer in eine Mietwohnung zieht, sollte sich daher den Energiepass zeigen lassen. Sind Sie unsicher, können Sie sich eine Thermobildkamera ausleihen, mit der Sie Stellen, an denen Wärme entweicht, erkennen. Eine Liste von Ausleihstellen gibt es zum Beispiel beim Bund der Energieverbraucher. Aber: "Bei den meisten Wohnungen kann man durch richtiges Heizen noch sparen", sagt Klaus Meier.

"Wer nur heizt, wenn er zuhause ist, spart."

Klingt logisch, stimmt aber nicht immer. Denn wenn die Wohnung oder das Haus über längere Zeit nicht geheizt wird, kühlen die Räume zu stark aus und das spätere Hochheizen verbraucht zu viel Energie. Deshalb: "Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, kann man die Raumtemperatur ruhig auf 15/16/17 Grad runterregeln, aber nicht kälter."

"Ein geschlossener Vorhang am Fenster hält die Energie im Raum."

Falsch. Ein langer Vorhang oder auch ein Sessel vor der Heizung unter dem Fensterbrett stört die Luftzirkulation und schirmt die Wärme vom Raum ab. Besser: "Wenn Rollläden da sind, lassen Sie sie nachts runter, das spart bis zu fünf Prozent", sagt Energiekoordinator Meier.

"Wer heizt, sollte für gleichmäßige Lüftung sorgen."

Falsch. Laut Klaus Meier scheitert das energiesparende Heizen bei vielen Leuten am richtigen Lüften. Durch ein gekipptes Fenster entweicht ein Großteil der Wärme - deshalb sollten Sie immer stoßlüften. So geht's richtig: Fenster komplett öffnen und für Durchzug sorgen, so sorgen Sie innerhalb weniger Minuten für einen Luftaustausch im Raum. Der Vorteil: "Die Wände und Möbel sind noch aufgeheizt und bleiben warm, obwohl die Luft ausgetauscht wird – der Energieverlust bleibt so gering."

So sparen Sie Energie:

  • In schlecht isolierten Altbauten beschichtete Dämmplatten hinter den Heizkörpern montieren, dann entweicht die Wärme nicht so schnell.
  • Die Nachtabsenkung bei der Heizungsanlage einschalten.
  • Heizkörper zu Beginn des Winters entlüften.
  • Falls es ungedämmte Heizungsrohre gibt, unbedingt dämmen.

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Peter Arndt, Donnerstag, 28.September, 11:40 Uhr

4. programmierbare Thermostate

da viel über programmierbare Thermostate (WLAN/Bluetooth) gesprochen wird bin ich am überlegen mir solche zuzulegen
aber lohnt sich die Investition überhaupt da die Heizung über Nacht sowieso automatisch herunter geregelt wird.

Christina Bredow, Sonntag, 08.Januar, 14:29 Uhr

3. Heizung und Lüftung

Meine Räume (2 Wohn- und ein Schlafzimmer) sind mit einer Lüftung oberhalb der Fenster versehen, die zwar auf voll und halb gestellt , aber nicht geschlossen werden kann. Je nachdem wo ich sitze, spüre ich den kalten Luftzug, Es handekt sich um einen Neubau, Mir wurde gesagt, dass die eine Neuerung wg. Feuchtigkeit sein soll.
Die Wohnungen haben Fußbodenheizung. Eine Temperatur von höchsten 21 bis max. 22 Grad (das nur im Wohnzimmer oder wenn die Sonne scheint) auf Stufe 5 bzw. sogar nur auf 6 (in einem der beiden Bäder): das ist die höchste Stufe.
dreimal wurde schon in meiner Wohnung herumgebastelt, was nur gebracht hat, dass in dem besagten Bad überhaup ein bisschen Wärme ist..
Was kann ich tun?

Schneeflocke, Sonntag, 08.Januar, 11:12 Uhr

2. Heizkosten senken

Wie kann ich sparen, wenn zum einen schlecht isoliert ist und die Nachbarn unter mir Tag und Nacht , selbst bei Minustemperaraturen das Fenster gekippt haben? . Da kann ich halt nix machen und zahle jedes Jahr saftig drauf, obwohl ich nie mehr als 18-19 Grad in meiner Wohnung habe. Energiepass gibt es in dem Haus auch nicht bis heute. Da kann man nur ausziehen - aber bei den Mietpreisen heutzutage schluckt man halt seinen Ärger runter.

  • Antwort von Ing. Jürgen Kögler, Dienstag, 26.September, 20:53 Uhr

    Ich war vor 10 Jahren in Baden Würtemberg. Die Außenwand mit 24 cm.
    Sofort habe ich 3 cm starke Dämmplatten innen an die Außenwand geklebt.
    Danach war die Wohnung warm.
    Vorher aber den Vermieter fragen.
    Kögli Sachverständiger

Hans Pfannkuch, Montag, 17.Oktober, 14:18 Uhr

1. Heizkosten und Zwangsbelüftung

Wir wohnen in einem ganz neuen Haus und haben eine nicht beeinflußbare Zwangslüftung. Die Superisolierung der Aussenwände hält die Energie in der Wohnung zurück um sie dann geballt zum Dach hinauszublasen. Toll ! ! ! Bei den Energiesparvorschriften sollte aber ab und zu auch mal das Hirn vorher eingeschaltet werden.