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Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Bayern Schall sieht bayerische Polizei für Weihnachtsmärkte gut gewappnet

Rund ein Jahr nach dem Anschlag in Berlin und einen Tag nach dem Fund eines verdächtigen Päckchens in Potsdam wird wieder über die Sicherheit auf Weihnachtsmärkten diskutiert. Peter Schall, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Bayern, sieht die Sicherheitkräfte im Freistaat gut aufgestellt.

Von: Lena Deutsch

Stand: 02.12.2017

Peter Schall, Gewerkschaft der Polizei | Bild: BR/ Sebastian Koenig-Beck

Im Hinblick auf die Sicherheit auf den Weihnachtsmärkten und anderen öffentlichen Plätzen hat die Bayerische Staatsregierung alles getan, was möglich ist. Das sagt Peter Schall, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Bayern, im "Interview der Woche" auf B5 aktuell.

"Die Staatsregierung hat wirklich viel Geld in die Hand genommen, das muss man anerkennen."

Peter Schall, Gewerkschaft der Polizei Bayern

Peter Schall im Gespräch mit BR-Polizeireporterin Lena Deutsch.

Damit bezieht sich Schall auf die verbesserte Schutzausstattung der Polizei, außerdem erhalten die Beamten seit diesem Jahr ein spezielles Einsatztraining, um gegen den Terror gewappnet zu sein. Trotzdem sei klar, dass es keine hundert prozentige Sicherheit geben könne.

Er selbst gehe gelassen auf den Weihnachtsmarkt. "Statistisch gesehen haben Sie eher einen Sechser im Lotto, als dass Sie Opfer eines Terroranschlags werden." Schall beklagt aber auch, dass die Mehrarbeit in Punkto Sicherheit die Überstundenanzahl bei vielen Polizisten weiter ansteigen lasse. Dabei würden viele Kollegen ohnehin schon an der Belastungsgrenze arbeiten.

"Wir haben aus dem letzten Jahr mehr als zwei Millionen Überstunden. Diesen Berg schieben wir vor uns her."

Peter Schall

Wie Schall berichtet, überlegt die Bayerische Staatsregierung deshalb, Sondermittel bereit zu stellen, um zwangsweise Überstunden auszuzahlen.


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