Schlemmen mit Herz Alternatives Weihnachtsmenu
Traditionell isst der Deutsche zu Weihnachten Gans oder Karpfen. Doch festlich geht auch ganz ohne tierische Produkte. Mit jeder Menge Nüssen, Mandeln, Ingwer, Koriander, Pistazien - und einer ordentlichen Portion gutem Gewissen. Denn das alternative Weihnachtsmenu ist ethisch und ökologisch korrekt: mit positiver CO2-Bilanz, ohne Kinderarbeit und ohne Tierleid.
Autor: Katharina Hübel Stand: 16.12.2011
Man nehme: Viel gutes Gewissen...
Vorspeise
Friséesalat Mango-Avocado
Zutaten:
400 g Grüner Eichblatt- oder Friséesalat, 300 g reife Mango, 300 g reife Avocado, 50 g kandierter Ingwer, 1 Zitrone; für die Sauce: 5 EL Sesam- oder Rapsöl, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 3 EL Koriandergrün, 1 EL gehackte Pistazien
Zubereitung:
Salat putzen, waschen, trocken und zerkleinern. Dann auf einer Platte anrichten. Mango und Avocado schälen, halbieren entkernen und in feine Streifen schneiden. Zusammen mit dem in kleine Stücke geschnittenen Ingwer auf dem Salat anrichten. Zitronensaft darüber geben. Salatsauce aus Öl und Gewürzen bereiten. Kurz vor dem Servieren klein geschnittenes Koriandergrün und Pistazien auf den Salat streuen. Die Sauce separat reichen.
Gute-Gewissen-Bilanz:
Mango und Avocado sind für den ökologisch korrekten Esser nichts für jeden Tag. Denn sie müssen von weit her transportiert werden. Allerdings kann das Gewissen beruhigter sein, wenn man schon mal keine Flugmango kauft. Die ist außerdem meist deutlich teurer als Mango und Avocado, die per Schiff nach Deutschland transportiert werden.
CO2-Bilanz: 550 g (im Vergleich: Rindfleisch für vier Personen ca. 8000 g CO2)
Quelle: "Umweltfreundlich vegetarisch" von Bettina Goldner, erschienen im Hädecke-Verlag.
Hauptspeise
Nuss-Mandel-Braten
Zutaten:
200 g Zwiebeln, 250 g Tomaten, 500 g Champignons, 60 g Raps- oder Olivenöl, 3 EL Mehl, 1/4 l Gemüsebrühe, 3 EL Hefeflocken, 2 EL mittelscharfer Senf, 4 EL gemischte Kräuter, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 200 g Haselnüsse (gehackt), 100 g Mandeln (gehackt), 200 g Semmelbrösel, 2 EL Soja- oder Kirchererbsenmehl
Zubereitung:
Die Zwiebeln häuten und fein hacken, die Tomaten mit heißem Wasser überbrühen, häuten und würfeln, die Champignons putzen, vierteln. Öl in der Pfanne erhitzen, Zwiebeln dünsten, Champginons kurz anbraten, Tomatenstücke mitdünsten. Mit Mehl überstäuben, mit Gemüsebrühe ablöschen. Mit Hefeflocken, Senf, Kärutern und Gewürzen abschmecken. Gehackte Haselnüsse und Mandeln unter die Mischung geben. Semmelbrösel und Sojamehl einrühren. In großer Kastenform bei 180 Grad ca. 45 bis 60 Minuten backen. Dabei die erste halbe Stunde mit Backpapier abdecken. Der Braten wird erst nach dem Abkühlen fest.
Gute-Gewissen-Bilanz:
Sojaanbau ist mit dafür verantwortlich, dass Regenwald abgeholzt wird. Allerdings ist das meist Soja, der für die Tiernahrung angebaut wird. Soja für die menschliche Ernährung kommt auch aus Österreich oder Frankreich. Dort größtenteils gentechnikfrei.
CO2-Bilanz: 587 g (im Vergleich: Rindfleisch für vier Personen ca. 8000 g CO2)
Quelle: "Umweltfreundlich vegetarisch" von Bettina Goldner, erschienen im Hädecke-Verlag.
Dessert
Mousse au chocolat (vegan)
Zutaten:
350 g Seidentofu, 80 g Zartbitterschokolade, 4 EL Kakaopulver, 70 g Puderzucker, 1 TL Vanillearoma, vegane Kekse
Zubereitung:
Tofu mit Pürierstab cremig mixen in hohem Gefäß. Schokolade in kleine Stückchen hacken und in einer Schale im Wasserbad schmelzen. Kakao und Puderzucker hinzufügen und verrühren. Die Mischung und das Vanillearoma zum Tofu gießen und pürieren. In Schalen füllen und Kekse dazureichen.
Gute-Gewissen-Bilanz:
Schokolade kommt meist aus Ghana oder der Dominikanischen Republik. Dort wird sie nicht immer unter fairen Bedingungen hergestellt: Die Löhne sind oft niedrig oder es arbeiten sogar Kinder mit auf den Kakaoplantagen. Fairtrade-Schokolade will das verhindern und garantiert: Diese Schokolade ist unter sozial fairen Bedingungen hergestellt.
Quelle: "Vegan lecker lecker" von March Pierschel, Lies Hermans und Denise Kästner, erschienen bei Compassion Media. Empfohlen von Bettina Goldner, Autorin von "Umweltfreundlich vegetarisch", erschienen im Hädecke-Verlag.

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