B5 aktuell - Online-Nachrichten

Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell. Darum geht's in der Sendung vom 22. April:

Hack Back

Eine Wortschöpfung aus der Computerei, die man sich wohl merken muss. Über Hack Backs diskutiert der Bundessicherheitsrat, also über einen digitalen Gegenangriff auf einen Rechner im Ausland, der beispielsweise Steuerungssysteme in hiesigen Kraftwerken attackiert und sich nicht anders stoppen lässt. Sowas kann in einem Rechtsstaat ja nicht nach Gusto entschieden werden, sondern will juristisch sauber geregelt sein. Eventuell muss dazu sogar das Grundgesetz geändert werden. Ein Skandal ist es also nicht, worüber NDR, Süddeutsche Zeitung und WDR diese Woche berichten. Aber ein Problem wird deutlich: Der Bundessicherheitsrat, die Minister der Kernressorts und die Kanzlerin, die tagen geheim in einem abhörsichern Raum. Es muss also jemand die Publikationen, die berichten, informiert haben. Wer, ist nicht bekannt. Und genauso ist es meist auch bei Cyberangriffen: Man weiß einfach nicht, wer dahintersteckt.

Fight - f eight oder f acht

So heißt Facebooks Entwicklerkonferenz. Die war diese Woche in San José in Kalifornien. Um augmented Reality ist es dabei gegangen, die erweiterte Realität. Facebook-Chef Mark Zuckerberg denkt dabei an die anrüchige Realität voller Windeln, erweitert um animierte, digitale Bildchen. Ihren ganz gewöhnlichen Alltag sollen die Facebook-Nutzer filmen und fotographieren. Und damit das nicht zu langweilig wirkt, Filme und Fotos vor dem Hochladen digital bearbeiten. Dann würden sie lustig oder informativ.

Derartiges machen wir täglich: Sport treiben, putzen, Wäsche waschen, Windeln wechseln. Diese Dinge sind wichtig für uns. Wir möchten uns gerne darüber austauschen. Aber wir bekommen kaum Gelegenheit dazu, weil sie nichts Besonderes sind. Wir teilen solche Dinge nur mit anderen, wenn es etwas gibt, das sie lustig macht oder relevant für andere. Wie albern solche Effekte auch erscheinen mögen, sie sind wichtig, weil sie es ermöglichen, Dinge zu teilen, die den Alltag bestimmen.

Ein digitales Dampfwölkchen kann also künftig bei Facebook-Videos darauf hinweisen, was sich in der Kaffeetasse befindet, und ein Stinke-Wölkchen auf das, was in der Windel ist. Das sind die lustigen und informativen Realitätserweiterungen, die Zuckerberg vorschweben. Das Problem dabei ist die ganz gewöhnliche Realität, die nämlich muss, um erweitert werden zu können, nicht nur abgefilmt, sondern erkannt werden – durch Facebook-Software. Der Konzern verschafft sich so auch Zugriff auf jenen Teil des Privatlebens seiner Nutzer, die jene selbst bislang für zu langweilig gehalten haben, als dass sie ihre Facebook-Freunde und damit auch den Konzern hätten daran teilhaben lassen.

Ach ja, Cyberwar und Datenkraken...

Noch was Schönes: Wikipedia fürs Smartphone - Ja, ein alter Hut. Was aber, wenn man kein Netz hat oder irgendwo ist, wo es teuer ist. Für solche Fälle kann man den Offline-Reader Kiwix installieren. Hier steht er im Netz - und allein schon deshalb ist es doch klasse, dieses Internet: