B5 aktuell - Online-Nachrichten

Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell. Darum geht's in der Sendung am 20. Mai:

Google setzt auf KI

auf künstliche Intelligenz. Das ist die Botschaft von der Entwicklerkonferenz des Konzerns diese Woche in Mountain View. Eine zentrale Rolle bei dieser Konzernstrategie kommt dem Assistant zu. Das ist eine Weiterentwicklung der App, die man auf seinem Android-Handy hat und mit der man sich – mehr oder weniger – intelligent unterhalten kann. Der Konzernchef Sundar Pichai formuliert es in seiner Keynote so:

"Der Assistant soll über die Gerätegrenzen hinweg nutzbar sein. Er wird alltäglich und allgegenwärtig werden. Er wird auf dem Telefon sein, in der Kleidung, im Auto und sogar in der Wohnung."

Also Google verarbeitet seine gewaltigen Mengen an Nutzerdaten immer stärker mit Hilfe von künstlicher Intelligenz, um den Usern nützliche Dienste anbieten zu können und natürlich um ihre persönlichen Daten zu Geld zu machen.

Datenschutzgezwitscher

Twitter hat seine Datenschutzrichtlinie überarbeitet. Man kann jetzt genauer einstellen, welche persönlichen Daten das Unternehmen wie verwenden darf. Man zahlt immer mit seinen persönlichen Daten, aber halt manchmal nicht gar so viel.

Wannacry

Eine Zusammenfassung des Cyber-Krimis von vor einer Woche und was man als gewöhnlicher Surfer daraus lernen sollte. Die NSA hatte ein digitales Einbruchswerkzeug entwickelt, einen so genannten Exploit, mit dem sich beliebige Schadprogramme vor allem in Unternehmensnetzen verbreiten lassen. Hacker, denen Kontakte nach Russland nachgesagt werden, sind bei der NSA eingebrochen und haben ihre Beute, unter anderem diesen Exploit, ins Netz gestellt.

Cyberkriminelle haben den Exploit mit einem Verschlüsselungstrojaner kombiniert, damit Tausende Unternehmensnetze und die heimischen Netze einiger Privatanwender infiziert und Geld für die Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien erpresst. Wannacry! Gefährdet sind Windowsrechner, die nicht auf dem aktuellen Sicherheitsstand sind. Auf den sollte man seinen PC bringen. Seit dieser Woche geht das auch bei hochbetagten Systemen.

"Microsoft hat sehr schnell auch für das sehr alte Betriebssystem Windows XP einen entsprechenden Patch zu Verfügung gestellt", sagt Werner Thalmeier von der Firma Proofpoint. Und dann muss man sich natürlich vor Verschlüsselungstrojanern, vor Erpressersoftware, schützen:

"Der einzige Schutz gegen Ransomware ist ein Backup."

Werner Thalmeier

Also alles gut? – Nein. Sicherheitsexperten wissen zwar, wie Wannacry sich in lokalen Netzen hat ausbreiten können. Aber nicht wie er hingekommen ist. "Desweiteren konnten wir feststellen, dass dieser NSA-Exploit auch für andere Angriffsformen schon eingesetzt wird", sagt Werner Thalmeier. Adylkuzz heißt ein neuer Schädling, der sich durch Heim- und Unternehmensnetze schlängelt. Er versteckt sich und rechnet auf Kosten seiner Opfer, auf deren Stromrechnung, Kryptogeld  aus.