B5 aktuell - Online-Nachrichten

Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell. Darum geht's in der Sendung am 22. Juli:

Apple-User, aufgepasst!

Auf Euch haben’s die Gauner aus dem Cyberspace derzeit besonders abgesehen. Jedenfalls warnt die Polizei Niedersachsen vor einer aktuellen Phishing-Welle. Die User werden per Mail auf eine gefälschte Site gelockt, die der Original-Apple-Site für die User-Accounts täuschend ähnlich sieht. Man wird aufgefordert sich einzuloggen und seine Daten neu einzugeben, die der Kreditkarte beispielsweise. Wer sich da veräppeln lässt, für den kann das richtig teuer werden.

Apropos Apple. Fürs iPhone und iPad gibt’s ein Betriebssystem-Update auf iOS 10.3.3. Das dichtet einige gefährliche Sicherheitslöcher ab.

Spam - unerwünschte Werbung

Oder: eine Meldung in der Kategorie: Was es doch alles gibt im Cyberspace - zwitschernde Porno-Spam-Bots, also Nutzer-Konten beim Kurznachrichten-Dienst Twitter, über die automatisch Werbung für Sex-Sites verschickt wird. 80.000 solcher Accounts hat Twitter jetzt dicht gemacht. Entdeckt hat sie das Unternehmen allerdings nicht selbst, sondern eine Security-Firma zusammen mit dem bekannten IT-Journalisten Brian Krebs. Auf ...

... steht die Geschichte von den Porno-Spam-Bots auf Twitter.

Wobei für Werbemüll braucht’s nicht einmal einen Twitter-Account. Es genügt ein Telefon. 26.000 Beschwerden über unerwünschte Werbe-Anrufe sind im ersten Halbjahr bei der Bundesnetz-Agentur eingegangen, schon fast soviel wie im gesamten Vorjahr. Um das Problem endlich in den Griff zu bekommen, würde die Netzagentur gerne eine Dokumentationspflicht für Call Center einführen. Aber da hat deren Wirtschaftverband erfolgreich Lobby-Arbeit geleistet und das bislang verhindert.

Ein Lauscher für die eigenen vier Wände

Am 8. Mai kommt Google Home in Deutschland auf den Markt, eine Steuerungszentrale für die smarte Wohnung in Form eines Lautsprechers. Er hört aufs Wort. Man kann auch sagen: Er lauscht, er belauscht einen und greift so auch bei einem daheim persönliche Daten ab. Ansonsten weiß der Konzern ja, was man im Netz sucht, welche Seiten man ansurft und wo man sich in der realen Welt aufhält – über die GPS-Funktion im Handy. Und wenn man ein Google-Konto hat, kann er das alles zu einem umfassenden Persönlichkeitsprofil verbinden. Aber damit könnte er ab dem nächsten Jahr richtig Schwierigkeiten bekommen. Denn dann wird die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung wirksam.

"In der Tat diese Datenschutzgrundverordnung enthält neue Vorgaben, Einschränkungen bei der Profilbildung auch Verbote, neue Bestimmungen zur Einwilligung. Da sind die Geschäftsmodelle, so wie sie hier gewachsen sind, doch sehr fragwürdig geworden. Und wie weit dann die Einwilligungen, die sehr pauschal abgefragt  werden, dann noch wirksam sind, da würde ich drei Fragezeichen dran machen."

Peter Schaar

Sagt Peter Schaar, der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte. Datenkraken wie Google und Facebook stehen also harte Zeiten bevor.