Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet
Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags, um 7.40 Uhr, und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell.
Themen am 18. Mai
I/O
So nennt Google seine Entwickler-Konferenz. Die war diese Woche. Langfristig will der Konzern die Internetsuche, wie man sie bislang kennt, abschaffen. Man würde dann nicht mehr nach Begriffen suchen, sondern Fragen ans Web stellen. News, die Gegenwart betreffend, gab’s auch: 900 Millionen Surfer weltweit würden mittlerweile Googles Betriebssystem Android für Smartphones und Tablets nutzen, hieß es. Und der Online-Speicher für die Dienste G-Mail, Google+ und Drive wird zusammengelegt. 15 Gigabyte bekommt der Nutzer künftig:
Big Steve is watching you
Microsoft liest Chats mit, die man über Skype führt. Das hat der Online-Dienst heise.de herausbekommen. Im Chat erwähnte Web-Adressen werden anschließend von einer IP-Adresse in Redmond aus angesurft. Reporter ohne Grenzen befürchtet, dass Microsoft schnüffelt, um Behörden das Abhören von Gesprächen ermöglichen zu können.
Virus fährt Bahn
Ein Schadprogramm kursiert derzeit, das sich als Buchungsbestätigung von der Bundesbahn tarnt. Es kommt per Mail. Die Absenderadresse lautet scheinbar: buchungsbestaetigung@bahn.de. Der Schädling steckt im Anhang, einem gezippten File, und hat die Datei-Endung .pdf.exe. Das .exe aber sieht man bei den üblichen Windows-Enstellungen nicht. Und so kann es leicht passieren, dass man draufklickt. Und dann gehen die Probleme los.
[Windows-Zombie]
Und ein ganz heimtückischer Bot ist unterwegs, ein Schadprogramm, das infizierte Rechner in Zombies verwandelt, die von Gaunern über das Internet ferngesteuert werden können. Beta Bot heißt er. Er zeigt eine gefälschte Windows-Fehlermeldung an, wonach ein Festplattenfehler aufgetreten sei. Und wenn man dann auf die vermeintliche Windows-Meldung klickt, um den Fehler beheben zu lassen, räumt man dem Beta Bot Administratorrechte ein, und er kann das Anti-Viren-Programm ausschalten:
Patchday
Microsoft und Adobe haben ihre chronisch löchrigen Programme repariert, Windows, den Internet-Explorer, Flash und den Adobe-Reader:
und
Neuer Feuerfuchs
Der Firefox in der Version 21 ist fertig. Das Surfen durchs soziale Netz unterstützt er besser. Und – ja – er schnüffelt jetzt auch ein bisschen. Informationen über Browser-Abstürze etwa sammelt er und schickt sie an seine Entwickler. Aber das kann man ihm abgewöhnen. Unter dem Reiter "Datenübermittlung" geht das:
Cybercrime
Drei Prozent mehr Fälle von Computerkriminalität sind im letzten Jahr bekannt geworden als 2011. Das geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik 2012 hervor. Kriminalität "unter Nutzung des Tatmittels Internet" heißt das im Beamtendeutsch. Fast 230.000 Fälle waren es 2012, 7.000 mehr als im Vorjahr:

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