B5 aktuell - Notizen aus aller Welt

Programmvorschau Notizen aus aller Welt am 1. Januar

B5 aktuell unternimmt an Feiertagen regelmäßig Streifzüge quer über die Kontinente - "Notizen aus aller Welt": Berichte und Reportagen unserer Korrespondenten.

Stand: 17.12.2012
Korallenriff | Bild: picture-alliance/dpa

Die grüne Lunge des Planeten - Notizen aus Brasilien (6:05/15:05 Uhr)

Von Julio Segador

Brasilien möchte gerne zum umweltpolitischen Vorzeigestaat werden. Der Kahlschlag des Regenwaldes soll gestoppt und der CO 2-Ausstoß deutlich verringert werden. Doch die Realität sieht anders aus. Satellitenbilder beweisen, dass der  Holzeinschlag weiterhin gigantisch ist. Am Amazonas entsteht derzeit der drittgrößte Staudamm der Welt. Ihm sollen weitere folgen. Die mächtigen Holzfirmen, Agrarmultis und Energiekonzerne sind offenbar nicht aufzuhalten.

Lebanon – Kansas – Notizen aus den USA (6:35/15:35 Uhr)

Tom Noga

218 Einwohner, Tendenz sinkend, Durchschnittsalter 52, Tendenz steigend – das ist Lebanon im Smith County, Kansas - der geografische Mittelpunkt der kontinentalen USA. Das Leben von und mit der Landwirtschaft wird für die wenigen Familien, die in Lebanon noch beheimatet sind, immer schwieriger. Aber wer den Geist der Vereinigten Staaten verstehen will, muss ihre Mitte besuchen, das so genannte Heartland.

Wasserkraft – Segen oder Fluch – Notizen aus der Türkei (7:05/16:05 Uhr)

Von Reinhard Baumgarten

Die Türkei ist eine aufstrebende Industrienation – pünktlich zum 100. Geburtstag der Republik,  im Jahr 2023,  möchte das Land in die "Top Ten" der Industriestaaten aufsteigen. Dazu muss ein gewaltiger und ständig wachsender Energiebedarf befriedigt werden. Rund 4.000 Wasserkraftwerke sollen im Nordosten der Türkei gebaut werden. Koste es was es wolle.

Vail, das amerikanische Kitzbühel – Notizen aus den Rocky Mountains (7:35/16:35 Uhr)

Von Andrea Zinnecker

Champagne Powder - dieser legendäre, staubtrockene Pulverschnee fällt in den Rocky Mountains. Zwei Fahrstunden von Denver entfernt liegt Vail mit seinen berühmten Back Bowls und Tourenabfahrten wie der legendären Minturn Mile. In Vail trifft sich der Jetset im rustikalen Alpen-Flair. Und das kommt auch daher, dass der österreichische Skirennläufer Pepi Gramshammer den Ort vor 50 Jahren mitgegründet hat.

Das Stasi-Erbe des SC Neubrandenburg – Notizen aus Deutschland (8:05/17:05 Uhr)

Von Andre Keil

Sie waren Leichtathleten und Kanuten. Und im Nebenberuf „Inoffizieller  Mitarbeiter“ des Ministeriums für Staatssicherheit. Ihre Informationen für die Staatssicherheit zerstörten Leben. Sie haben dafür gesorgt, dass keiner der Athleten des SC Neubrandenburg je in den Westen floh. Denn der SC Neubrandenburg war einer der Vorzeigevereine der DDR. In seiner nun fünfzig jährigen Geschichte gewannen die Athleten des Vereins mehr als 250 Medaillen.

Leben als Nomaden – Notizen aus der Mongolei (8:35/17:35 Uhr)

Von Ulrich Land

Seit Menschengedenken ist das Nomadentum die nahezu einzige Lebensform in diesem extrem dünn besiedelten Land. Damit könnte schon bald Schluss sein. Die Regierung in Ulan Bator fördert intensiv den Ackerbau, die spärlichen Weidegründe sind oft hoffnungslos überweidet.

Kanadas Einwanderermetropole – Notizen aus Toronto 9:05/18:05 Uhr)

Von Thomas Gerlach

Toronto ist die Hauptstadt der Provinz Ontario und neben New York und Sydney eines der multikulturellen Zentren auf der Welt. Neuankömmlinge sind nicht nur willkommen, sondern man bemüht sich um sie. Rund sechs Millionen Menschen leben im Großraum Toronto und jedes Jahr kommen 100 000 Neu-Kanadier hinzu. So werden Einwanderer genannt – ohne Verweis auf die nationale Herkunft.

Facettenreiche Metropole – Notizen aus Antwerpen (9:35/18:35 Uhr)

Von Christoph Prössl

Viele Belgier halten die Bewohner von Antwerpen für eingebildet. Sie seien verliebt in ihre Stadt und hielten Belgien nur für den dazugehörigen Parkplatz. Natürlich ist Belgien viel mehr als ein Parkplatz. Aber richtig ist: Antwerpen ist eine tolle Stadt. Ihren Charme zieht die flämische Metropole aus einer besonderen Mischung aus Mode, Design, Kunst, Freude am Leben und Selbstbewusstsein.

Wasser für den Norden – Notizen aus China (10:05/19:05)

Von Ruth Kirchner

Wasser wird immer kostbarer, das wird besonders deutlich im Norden Chinas. In der Region rund um Peking ist der Grundwasserspiegel bedrohlich gesunken. Nun soll ein Mammutprojekt die Versorgung des Nordens sichern. Über riesige Kanäle, Stauseen und gigantische Tunnel soll Wasser vom 1500 Kilometer entfernten Jangtse-Fluss umgeleitet werden. Und wie immer in China, geschieht dies ohne Rücksicht auf Mensch und Natur.

Tango und Melancholie am Rio de la Plata - Notizen aus Buenos Aires (10:35/19:35)

Von Anna Küch

Sechzehnspurige Avenidas, Kaffeehäuser, die an Wien erinnern und Tango im Freien. Buenos Aires lässt sich mit keiner anderen Stadt der Welt vergleichen. Die Vergangenheit der europäischen Einwanderer ist überall spürbar, ebenso das Pulsieren einer modernen südamerikanischen Stadt. 13 Millionen Menschen wohnen im Großraum Buenos Aires, 55.000 Taxis schieben sich täglich durch die Straßen, zehntausende Busse nehmen wenig Rücksicht auf Fußgänger. Wie sehen die Porteños ihre Stadt heute? Wie gehen sie mit dem Alltagswahnsinn um? Ein Streifzug durch Buenos Aires, der von Tangolegenden und Kaffeehaus- Debatten erzählt. Aber auch von Kunstaktionen gegen das Vergessen, von Hundesittern und der Psychologieleidenschaft der Einwohner.

Mythos Mont Ventoux – Notizen aus der Provence (11:05/20:05 Uhr)

Von Jürgen Kopp und Melanie Habermann

Fast 2000 Meter ist der sogenannte „König der Provence“ hoch der Mont Ventoux. Vom Gipfel aus bietet der Berg der Winde ein unvergleichliches Panorama, das von den französischen Alpen bis an die südfranzösische Mittelmeerküste und an die Pyrenäen reicht. Der Mont Ventoux gilt als ein magischer Ort. In der Welt des Sports steht der Riese der Provence für große Triumphe, entsetzliche Niederlagen und menschliche Tragödien. Auf dem Mont Ventoux gründet sich der legendäre Ruf der Tour de France.

Von Westerwäldern und Komantschen – Notizen aus Fredericksburg/Texas (11:35/20:35 Uhr)

Von Thomas Gerlach

Fredericksburg, Texas, liegt rund hundert Kilometer nordwestlich von San Antonio.. Die Kleinstadt die von den Älteren auch gerne Fritzburg genannt wird, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts die Heimat vieler deutscher Auswanderer, speziell aus dem Westerwald. Der erste Siedler-Treck erreichte den Ort, wo sich heute Fredericksburg erhebt, im Mai 1846. Ihr Führer  schloss mit den Komantschen dieser Region einen Friedensvertrag. Noch heute wird erzählt – er sei der einzige, der nie gebrochen wurde. In der Kleinstadt mit ihren 10.000 Einwohnern leben keine Indianer mehr. Aber noch immer gibt es viel deutsches Erbe zu betrachten – vor allem gut erhaltene, prächtige Steinhäuser und ganz breite Straßen.

Pozuzo, ein bayerisch-tirolerisches Dorf – Notizen aus Peru (12:05/21:05 Uhr)

Von Tom Noga

Im kleinen peruanischen Dorf  Pozuzo heißt es nicht „Buenas Dias“ sondern „Grüß Gott“. Pozuzo liegt an der Ostflanke der Anden, umgeben von grünen Hügeln. Die Häuser im alpinen Stil, mancher der 1.000 Einwohner in Tracht – und geschuhplattelt wird auch, zumindest bei Feiern. Die Vorfahren der Bewohner waren deutscher und österreichischer Herkunft. Ihre Vorfahren wurden Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem Rheinland und aus Tirol mit dem Versprechen von Ackerland ins peruanische Amazonasgebiet gelockt.

Auroville - ein Ort, von dem die Welt träumen wird – Notizen aus Indien (12:35/21:35 Uhr)

Von Margret Blümel

Im südindischen Auroville leben seit mehr als 30 Jahren Aussteiger aus aller Welt: Eine Gemeinschaft ohne Armut, Leistungsdruck und Egoismus. Gelebt wird nach der Lehre des indischen Philosophen Sri Aurobindo. Die Aurovillianer haben sich dazu verpflichtet, dem "göttlichen Bewusstsein" zu dienen, sich beständig weiter zu entwickeln und alternative Lebensformen zu erkunden.

Gefahr für das Great Barrier Reef – Notizen aus Australien (13:05/22:05 Uhr)

Von Udo Schmidt

Der Schwund ist dramatisch,  das Great Barrier Reef vor Australien hat in den vergangenen Jahrzehnten mehr als die Hälfte seiner Korallen verloren. Monsterseesterne, schwere Stürme und der ansteigende Schiffsverkehr in der Region werden als Gründe für diese ökologische Katastrophe angeführt. Das Great Barrier Reef ist wohl einer der größten Touristen-Magneten, die Australien zu bieten hat. Doch wie so oft heißt es auch hier: Ökologie gegen Ökonomie.

Goldrush - Notizen aus Alaska (13:35/22:35 Uhr)

Von Jan Tussing

In Alaska herrscht wieder Goldgräberstimmung. Aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise suchen etliche Mineralöl- und Rohstoffkonzerne verstärkt nach den begehrten Ressourcen. So werden etwa in Alaskas Hauptstadt Juneau alte Goldminen wieder in Betrieb genommen. Vor 150 Jahren gab es hier die größten Goldminen der Welt. Aber auch heute schlummern in den stillegelegten Bergwerken noch riesige Goldvorkommen. Das Gold liegt in Juneau förmlich auf der Straße und auch das Fieber hat inzwischen auch die Einwohner gepackt.

Kampf um Anerkennung – Notizen aus Frankreich (14:05/23:05 Uhr)

Von Martina Zimmermann

Wir gehören zu Frankreich – mit dieser Losung kämpfen schwarze Franzosen um Anerkennung in der Gesellschaft. Besonders Karibikfranzosen, viele von ihnen Nachfahren einstiger Sklaven, fühlen sich bis heute als Bürger zweiter Klasse. Doch mittlerweile demonstrieren sie immer öfter öffentlich gegen Rassismus und träumen von Schwarzen in hohen Ämtern und in der Politik.

Das vergessene Königreich – Notizen aus Swasiland (14:35/23:35 Uhr)

Von Achim Bogdahn

Swasiland ein Paradies ? Wohl eher nicht. Das Land, das an Südafrika und Mosambik grenzt, hat eine der höchsten Aids-Raten und gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von weniger als einem Euro pro Tag.


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