B5 aktuell - Das Medienmagazin

Medien-Startups 2017

Innovative Ideen Medien-Startups 2017

Ein Schreibtisch mit Kaffeetasse, Stiften und einem Block auf dem "MEDIEN Startups" geschrieben steht | Bild: colourbox.com; Montage: BR

Ob im Homeoffice oder im Loft, als Stiftung oder als kreativer Einzelner – es tut sich viel bei den Startups in der Medien-Branche. In loser Folge stellen wir diejenigen vor, die der Redaktion aufgefallen sind - ob in der Startup-Hauptstadt Berlin, im innovativen München oder anderswo in Deutschland: Alles über Gründung, Finanzierung, die Macher und den passenden Markt – in unseren Radio-Beiträgen über Medien-Startups.

Die Beiträge der Serie

Portrait Spaactor-Gründer Christian Schrumpf | Bild: Spaactor GmbH zum Audio Serie Medien-Startups Spaactor – die Audio- und Video-Suchmaschine

Audios und Videos sucht man besser bei Spaactor als bei Google. Davon sind die Bremer Startup-Macher Christian Schrumpf und Thorsten Schoop überzeugt. Die Informatiker beschäftigen sich intensiv mit Spracherkennung und haben eine Suchmaschine programmiert, die den schnellen Zugriff auf den O-Ton von Merkel oder eine Rede von Obama in Radio, TV oder bei Youtube ermöglicht. [mehr]

Zeitschrift Rosegarden auf einem Tisch | Bild: BR/ Pauline Tillmann zum Audio Serie Medien-Startups Rosegarden - Indie-Magazin als Liebhaberprojekt

"Rosegarden" ist ein Indie-Magazin, eine Zeitschrift, die unabhängig von einem Verlag oder einer großen Redaktion produziert wird. Die Zielgruppe sind Menschen aus dem urbanen Raum zwischen 25 und Ende 40, die Dinge hinterfragen und sich insgeheim einen duftenden Rosengarten mitten in der Stadt wünschen. Daher der Name; zu haben online und gedruckt. [mehr]

Portrait Maren Heltsche | Bild: BR/Pauline Tillmann zum Audio Interview Maren Heltsche, Start-Up-Gründerin Serie Medien-Startups: Rosegarden

Sie macht "Rosegarden" nebenher, gemeinsam mit anderen Enthusiasten, das Geld reicht gerade für Druck und Vertrieb. Geschichten und Fotografien aus Leidenschaft, mit viel Freiraum zu gestalten. Das Themenspektrum ist groß, die spitze Zielgruppe fehlt. Doch das frisch gedruckte Heft in Händen zu halten, ist ein gutes Gefühl; unabhängige Ansichten sind gefragt. [mehr]

Portrait HackPack-Gründer Justin Varilek | Bild: BR/ Pauline Tillmann zum Audio Startup-Serie Journalisten und Redaktionen zusammenführen: HackPack.press

Ein globales Netzwerk, das freie Journalisten, Fotografen, Kameraleute und Redaktionen zusammenbringt, damit weltweit bessere Geschichten entstehen - ein Wunschtraum? Nein, seit zwei Jahren gibt es das, es heißt HackPack.press, übersetzt Reporter-Rudel oder vornehmer Journalistenzunft. Der US-Amerikaner Justin Varilek hat es in Berlin gegründet. [mehr]

Riffreporter (von links): Christian Schwägerl, Max Steinbeis, Tanja Krämer, Sebastian Brink, Uwe H. Martin, Mitgründer | Bild: Benjamin Eichler zum Audio Serie Medien-Startups Riffreporter – Wissenschaftsjournalismus direkt

Das Spektrum ist weit: Ernährung, Verfassungsrecht, Klimawandel, Ornithologie. Das Startup, das gerade erst im Aufbau ist, hat sich hochwertigem Wissenschaftsjournalismus verschrieben, die Website sieht vielversprechend aus. Was verbirgt sich hinter dem Namen "Riffreporter"? Und wie wollen die engagierten Fachjournalisten mit ihrer Plattform reüssieren? [mehr]

Portrait Boris Rosenkranz und Stefan Niggemeier | Bild: Übermedien zum Audio Serie Medien-Startups Medienkritik online: "Übermedien"

Die Medienwelt wird immer unübersichtlicher, da ist es gut, wenn es jemanden gibt, der ein bisschen Ordnung schafft. Das haben sich auch die beiden Gründer von "Übermedien" gedacht. Ihr Auftrag: Aufklärung, Information und Unterhaltung. Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz sind seit langem anerkannte Medienkritiker. [mehr]

Portrait Stefan Niggemeier | Bild: BR/Pauline Tillmann zum Audio Interview Stefan Niggemeier, Medienjournalist und Gründer von "Übermedien" Medienkritik ist wichtiger denn je

Mit dem digitalen Medienmagazin "Übermedien" will Gründer Stefan Niggemeier unabhängig werden von den oft schwerfälligen Abläufen in großen Medienhäusern. Heute ausgedacht, drei Stunden später online; Themen aufgreifen, die wichtig sind, aber auch solche, die einfach Spaß machen. Das ganze finanziert vom Nutzer - das schafft Unabhängigkeit. [mehr]

Roadmap für Projekt R | Bild: BR/Pauline Tillmann zum Audio Serie Medien-Startups 2017 Das Projekt R in der Schweiz

"Project R", ein neues Mediennetzwerk in Zürich, will nichts weniger als den Journalismus zu revolutionieren. Die Macher wollen "gewöhnliche Themen ungewöhnlich machen". Ihre Idee ist vergleichbar mit "Krautreporter" in Deutschland. Es geht um mehrere Millionen Euro, die aufgebracht werden sollen durch Crowdfunding und Investoren. [mehr]

Christof Moser vom Projekt R | Bild: BR/Pauline Tillmann zum Audio Interview Christof Moser vom Projekt R "Wir wollen den Schweizer Journalismus revolutionieren"

Christof Moser ist einer der Gründer von Projekt R, ein anderer ist der bekannte Schweizer Journalist Constantin Seibt. Sie sehen den Journalismus in der Schweiz am Ende, da Verlage nicht mehr in Inhalte investieren, sondern lieber Apps und branchenfremde Portale kaufen. Der Leser soll die journalistische Qualität und Wächterfunktion retten. [mehr]

Portrait Piqd-Gründer Marcus von Jordan | Bild: BR/Heinrich Bruns zum Audio Serie Medien-Startups 2017 Das Kuratierungs-Angebot Piqd

Nicht Algorithmen, sondern ExpertInnen suchen die interessantesten Angebote im Netz aus und erläutern dem Nutzer, warum er das lesen oder anschauen sollte. Das ist die Idee hinter Piqd, einem Startup in München, das von Konrad Schwingenstein finanziert wird, dem Enkel eines der SZ-Gründer. Seit kurzem gibt es das Angebot auch auf Englisch. [mehr]

Das Team der Abo-Crowdfunding-Plattform "Steady" | Bild: Steady zum Audio Serie Medien-Startups 2017 Die Bezahl-Plattform "Steady"

Steady ist eine Plattform für Abo-Crowdfunding. Das bedeutet, man kann in wenigen Minuten ein Mitgliedschaftsprogramm für seine Webseite oder sein digitales Projekt aufsetzen. Ganz gleich, ob es ein Lokales oder Bundesweites ist. Die Idee war so überzeugend, dass Google das Projekt im Rahmen seiner Digital News Initiative mit einer Startfinanzierung in Höhe von 350.000 Euro mit anschob. [mehr]

Screenshot des Internetportals von Investigate Europe | Bild: BR zum Audio Serie Medien-Startups 2017 Investigate Europe – grenzenlos berichten

"Investigate Europe" ist ein Netzwerk von neun Journalisten, das sich als Agentur für europaweite Recherchen etablieren will. Die Idee: Ein Thema möglichst umfassend recherchieren und 28 Mal verkaufen, am besten in alle EU-Ländern - egal ob in Print, Radio, Fernsehen oder Online. In der ersten Story ging es um die Außengrenzen der EU. [mehr]

Portrait Harald Schumann | Bild: BR/Pauline Tillmann zum Audio Interview Ein Thema, 28 Länder Harald Schumann, Gründer Investigate Europe

Die seiner Meinung nach extensive Falschberichterstattung zur Griechenland-Krise war für den Tagesspiegel-Redakteur Anlass, Investigate Europe zu gründen. Er kümmert sich jetzt beim Aufbau des Netzwerkes vor allem um Fundraising - und das mit Erfolg: fünf Stiftungen finanzieren den Anschub für fundierte, europaweite Recherche. [mehr]

MM 26.02.17 Lina Timm im Medialab. | Bild: Matthias Rüby zum Audio Interview Serie Medien-Startups 2017: Medialab Bayern Lina Timm: "Wichtig sind Durchhaltevermögen und Nutzerbezug"

Das Medialab Bayern fördert Ideen für digitalen Journalismus. Es bietet einen Coworking-Space im Münchner Osten, Workshops, Coaching, Stipendien und Barcamps. Gerade ist die dritte Runde von Medienstartups zugange, der Batch #3. Lina Timm leitet das Medialab und gibt den jungen, potentiellen Gründern wichtige Impulse. [mehr]

Die Kontext-Gründer Julia Köberlein und Bernhard Scholz | Bild: Heinrich Rudolf Bruns zum Audio Startup 1: Der Kontext Das interaktive Hintergrundmagazin

Im Kontext wird immer nur ein Thema behandelt; die einzelnen Facetten werden in einer Art Netzdiagramm aufbereitet. Etwa alle zwei Monate kommt eine neue Ausgabe für die Abonnenten, z.B. zu TTIP oder dem Krieg in Syrien. Die eigens dafür programmierte Software wird auch an andere verkauft und sichert so derzeit die Existenz der Redaktion. [mehr]