B5 aktuell - Das interkulturelle Magazin


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Literatur und Kino Grenzenlose Vielfalt

Erzählband "Selfie mit Sheikh" von Christoph Peters // Oktober-Filmtage in Fürth //

Stand: 05.10.2017

"Selfie mit Sheikh"

Christoph Peters

Ruhe und Inspiration schöpft der Schriftsteller Christoph Peters in den Ritualen der Sufi-Mystik. Aus seinen vielen Reisen werden  Bücher, von Krimis bis zu Gesellschaftsromanen, viele preisgekrönt. In seinem neuen Erzählband "Selfie mit Sheikh" erzählt Christoph Peters davon, wie sich die islamische Welt und der Westen gegenwärtig wahrnehmen.

"Wenn man anfängt, irgendwie den Leuten zuzuhören, dann stellt man auf ein Mal fest: der Gegensatz ist nicht –  das sind die guten und die bösen, die fortschrittlichen und die rückschrittlichen. Es gibt einfach sehr unterschiedliche Möglichkeiten, die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten 150 Jahre zu betrachten. Und wenn ich dann zuhöre und nachlese, was passiert bis heute mit unseren Interventionen in der islamischen Welt, dann bin ich mir nicht sicher, ob wir diejenigen sind, die dann den anderen den Frieden und Freiheit bringen."

Christoph Peters

Die  Erzählungen aus dem Sammelband "Selfie mit Sheikh" spielen teils in Deutschland, teils in Pakistan, Ägypten oder auch der Türkei. Christoph Peters beschäftigt sich mit den Schnittstellen von Orient und Okzident, zeigt die uralten Ängste und oftmals naiven Projektionen und trifft mit seinen manchmal humorigen, manchmal philosophischen Betrachtungen ziemlich genau den Nerv der heutigen Zeit: Furcht vor dem Fremden und der Sehnsucht nach Vertrautem.

"Selfie mit Shejkh"

"Selfie mit Shejkh" ist in Luchterhand Verlag erschienen.
Am 12.Oktober 2017 liest Christoph Peters aus dem Erzählband in der Stadtbücherei Würzburg; am 19.Oktober ist er Gast der Pfaffenhofener Literaturtage.

Oktober-Filmtage in Fürth

Szene aus "A Touch of Sin"

Das Kino "Uferpalast" in Fürth ist ein Ort, an dem man keine 3D-Filme finden kann. Sondern anspruchsvolles Kinoprogramm abseits des Mainstreams. Am 12. Oktober starten dort zum ersten Mal die "Oktober-Filmtage", eine Filmreihe mit anschließenden Diskussionen. Im Fokus stehen internationale Filme über sozialkritische Themen, wie Arbeitslosigkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung.

Filme

- Im Dokumentarfilm "16 Tons" zeigt der türkische Regisseur Ümit Kıvanç nur Bilder und Fotos. Es ist eine Bestandsaufnahme der Geschichte der Arbeit, eine kunstvolle Montage aus Aufnahmen alter Fabriken, alter Stiche und Portraits von Minenarbeitern. Der Film setzt sich mit der Idee vom freien Markt auseinander. Der Folksong über Minenarbeiter "16 Tons" bildet den roten Faden.

- In "A Touch of Sin“ rebellieren Minenarbeiter in China gegen die Korruption der Dorfoberen. Der Film von Jia Zhang-ke, einem der bedeutendsten chinesischen Filmemacher, zeigt schonungslos das moderne China als einen ökonomischen Giganten, gespalten in arm und reich.

Die Oktober Filmtage im Kino "Uferpalast" in Fürth gehen vom 12. bis 15. Oktober 2017.


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