B5 aktuell - Das Fitnessmagazin


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Sportliche Sommerhighlights Geocaching vor der eigenen Haustür

Wärhend der Sommerferien stellt das Fitnessmagazin sportliche Freizeittipps für Urlaub daheim vor. Geocaching zum Beispiel, eine Art GPS-Schnitzeljagd, ist ein großer Ferien- und Freizeitspaß, bei dem man draußen aktiv sein und seine grauen Zellen anstrengen muss.

Stand: 07.09.2017

Geocacherin Birgit im Tennenloher Forst | Bild: BR / Ullie Nikola

Birgit ist seit Jahren begeisterte Geocacherin und hat schon mehr als 2.000 Caches (englisch für Verstecke) aufgespürt: direkt vor der Haustür im Tennenloher Forst zwischen Nürnberg und Erlangen, bei einer Stadterkundung, auf einem Wochenendtrip in den Bergen oder im Urlaub. Denn Birgit wandert gerne oder fährt Mountainbike und ist einfach gerne draußen. Das alles bietet das Geocaching verbunden mit teilweise kniffligen Aufgaben. Während die einfachen Caches, die "Traditionals", genau auf den angegebenen Koordinaten liegen, führt die Suche bei den "Multis" über verschiedene Stationen zum Ziel. Bei Rätsel-Caches muss man unterschiedliche Aufgaben wie beispielsweise mathematische Formeln, Chiffren oder Sudokos lösen.

Koordinaten herausfinden – und los geht‘s

Ganz schön knifflig: Die Koordinaten rauskriegen und ihnen folgen ...

Letztlich geht es immer darum, die Koordinaten des Verstecks zu bestimmen (in Deutschland braucht man die Nord- und die Ostkoordinaten), um dann mit Hilfe eines GPS-Geräts oder der entsprechenden Funktion auf dem Smartphone das Versteck zu finden. Dafür ist man manchmal einen halben oder ganzen Tag unterwegs. Es gibt aber auch kurze und einfache Caches speziell für Familien mit Kindern. Auf der ganzen Welt kann man nach Caches suchen, beliebt sind solche Schnitzeljagden auch in Urlaubsregionen, die man dadurch auf spielerische Weise erkunden kann – sei es die Fränkische Schweiz, den Steigerwald oder Städte wie London und München.

Bevor Birgit loszieht, holt sie sich alle Infos im Internet über geocaching.com. Wie auch auf anderen Plattformen gibt es dort die nötigen Hinweise für die Suche: Wo startet man? Wie schwer ist die Suche (Difficulties), wie ist die Beschaffenheit des Weges (Terrain)? Handelt es sich bei dem versteckten "Schatz" um eine kleine Dose oder große Kiste? Wenn bei "Terrain" eine 5 angegeben ist, also die schwierigste Stufe, kann das Versteck auch schon mal ein hoher Baum sein, auf den man nur mit einer Kletterausrüstung kommt.

Gefunden! Ein kleines Logbuch in einem Filmdöschen unter einer Baumwurzel

Und was findet man schließlich im Versteck? Entweder ein Logbuch, in das man sich einträgt, um zu beweisen, dass man den Ort gefunden hat, oder kleine Tauschgegenstände wie Perlen oder Spielfiguren. Die Verstecke werden meist von begeisterten Geocachern angelegt, zuweilen auch von Tourismuszentralen Manche Caches tragen Namen wie "Aladdins Wunderlampe" oder "Findet Nemo", sind kunstvoll geschmückt oder verzwickt zu öffnen. So gibt es in Erlangen beispielsweise einen "Bier-Cache" auf den Spuren der Braukunst.

Beitrag: Ullie Nikola


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