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Die Form halten Winter-Alternativen zum Rennrad

Für viele Rennradler sind Herbst und Winter keine idealen Trainingsmonate. Nach Feierabend ist es stockdunkel, kalt und die schmalen Reifen sind auf nassem Laub oder gar Eis und Schnee alles andere als ideal. Doch es gibt gute Alternativen, um die Form zu halten.

Stand: 27.11.2015

Indoor-Cycling | Bild: BR

In den kalten und dunklen Monaten komplett zu pausieren, ist mit Blick auf die Grundlagenausdauer keine gute Idee, sagt Stefan Drexl. Der 44-Jährige ist seit 25 Jahren aktiver Triathlet und Trainer. "Wer den ganzen Winter nichts tut, fängt im Frühling beim Training fast wieder bei null an."

Richtig engagierte Rennradfahrer steigen zwischenzeitlich aufs Mountainbike oder Cross-Rad um und fahren auch bei Wind und Wetter. Die richtige Kleidung macht’s erträglich. Überschuhe aus Neopren, dicke Socken, Handschuhe und Mütze sind das Wichtigste. "Ich habe eine kurze, etwas weitere Radhose, die ich über eine lange, warme anziehe. Damit kann ich stundenlang radeln, denn sie hält das Wasser ab", erzählt Winterradler Andi. Doch zu warm sollte man sich auf dem Rad auch wiederum nicht anziehen. "Wichtig ist, dass das Schwitzwasser raus kann. Sonst friert man durch die Feuchtigkeit", weiß Andi aus Erfahrung. Mit einer wind- und wasserabweisenden Jacke – am besten in hellen Farben – radelt er auch durch den Schnee. Für gute Sicht sorgen eine Skibrille mit orangefarbenen Gläsern und ein LED-Licht.

Weniger Kalorienverbrauch

Rad-Einheiten sind im Winter meist kürzer und seltener. Das heißt auch, dass der Kalorienverbrauch niedriger ist. Deshalb muss auch nicht mehr so viel gegessen werden. Nicht, dass dann noch Röllchen auf der Rolle wegtrainiert werden müssen.

Rolle oder Spinning

Wem es draußen dennoch zu schmuddelig ist, der kann drinnen auf die Rennradrolle umsteigen oder sich einem Spinning-Kurs im Studio anschließen. Die Vorteile: Eine Gruppe wirkt motivierend, ein Trainer spornt an, die Musik treibt einen voran – und das bei jedem Wetter. "Beim Indoor-Cycling ist das Training sehr intensiv, weil man kontinuierlich in die Pedale tritt. Es gibt keine Ampeln, die einen ausbremsen, und einfach rollen lassen wie auf der Straße gibt's auch nicht", sagt Spinning-Trainer Clemens.

Radfahrer können aber auch auf andere Ausdauersportarten ausweichen, um die Form zu konservieren: Laufen, Schwimmen, Langlaufen, Wandern oder Skitouren bieten sich zum Beispiel an. Drexl rät außerdem zu Krafttraining und Stabilitätseinheiten, denn die kommen im Sommer oft zu kurz.

  • Petra Martin | Bild: privat Petra Martin

    Ernährung, die richtige Kleidung oder schwimmen – Petra Martin beleuchtet fürs Fitnessmagazin die unterschiedlichsten Aspekte.


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