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Kitesurfen Schirme im Wind

Ein Board unter den Füßen, in den Händen eine Lenkstange mit Seilen, darüber ein großer Schirm. Natürlich haben Sie das auch schon gesehen - ob auf dem Meer oder auf Seen - überall gleiten die Kitesurfer inzwischen übers Wasser. Lenkdrachensegeln ist eine Trendsportart und wird immer beliebter. Haben Sie aber vielleicht auch schon mal überlegt, es selbst auszuprobieren? Möglich ist das zum Beispiel am Brombachsee bei Nürnberg - in der Surfschule von Kite-Weltmeister Florian Gruber und seinem Vater Erwin.

Stand: 14.07.2017

Kitesurfen ist eine Trendsportart, die auch in Deutschland immer beliebter wird. Fast die gesamte Windsurf-Industrie drängt inzwischen in den Kitesurfbereich. Bekannt wurde das Lenkdrachensegeln in den 90-iger Jahren auf Hawaii, dort entstanden auch die ersten Schulen. Wer Kiten lernen möchte (ab 6-8 Jahren bis ins hohe Alter möglich), sollte immer einen Kurs in einer Surfschule machen. Dort gibt es einen Theorie- und einen Praxisteil. Die ersten Übungen werden zunächst am Strand gemacht, danach übt der Anfänger das Drachenlenken im flachen Wasser, erst dann geht’s aufs Board.

Florian Gruber:

- geboren in Garmisch-Partenkirchen
- 23 Jahre alt
- Kite-Weltmeister 2013 in der Disziplin Raceboard
- studiert International Management in Ansbach
- leitet mit seinem Vater und Trainer Erwin Gruber eine Surf- und Kiteschule in Absberg am kleinen Brombachsee (www.surfschulebrombachsee.de)

Kosten

Privatstunde mit Material ca. 100 Euro
Gruppenkurs (2-Tageskurs) ca. 200 Euro

Was brauche ich zum Kiten:

Kiteboard
Kite
(Für wenig Wind benötigt man einen großen, für viel Wind einen kleinen Schirm. Für Anfänger ist zunächst ein kleiner Kite geeignet.)
Bar (Die Bar ist die Lenkstange, mit der der Kite gesteuert wird.)
Trapez (Das Trapez ist ein breiter Gürtel, ohne den der Kite nicht gehalten werden könnte. Es gibt Sitz- und Hüfttrapeze.)
Kosten: als Set ca. zwischen 1500 und 2000 Euro
Außerdem:  Neoprenanzug bzw. Boardshort/Bikini, Schutzweste, Helm, evtl. Neoprenschuhe und Handschuhe

Was ist ein Foilboard:

Ein Foilboard ist ein Board mit einer schwertartigen Verlängerung unter dem eigentlichen Brett. Bei ausreichend Geschwindigkeit kommt das Board hoch. Der  Kiter surft dann auf dieser Verlängerung, er schwebt über dem Wasser. Foilkites sind der neueste Trend, da man mit ihnen auch bei wenig Wind gut surfen kann. Wer ein Foilkite nutzt, muss aber zunächst das herkömmliche Kiten beherrschen. Florian Gruber, ein Spezialist im Foilkiten, erreicht dabei Geschwindigkeiten um die 70 km/h.

Tipps von Vater Erwin Gruber und Sohn Florian

Die besten Kitespots auf der Welt:
-Tarifa (Spanien)
-Hawaii
-Mauritius

Die besten Kitespots in Deutschland:
-Insel Fehmarn
-Insel Rügen
-St. Peter-Ording


Die besten Kitespots in Bayern:
-Brombachsee / Altmühlsee
-Walchensee
-Ammersee

Beitrag: Heike Otto


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