Tourentipp Wandern auf dem Donausteig
Für Radfahrer ist der Donauradweg zwischen Passau und Wien längst ein Klassiker. Als Pendant dazu könnte sich der Donausteig zu einem Klassiker für Wanderer entwickeln.
Seit vergangenen Sommer ist der Donausteig durchgängig und übersichtlich als Wanderroute ausgeschildert, insgesamt 450 Kilometer zwischen Passau , Linz und Grein. Die Strecke lässt sich natürlich am Stück durchwandern, aber auch häppchenweise aufteilen in viele 25 Kilometer Tages-Etappen.
"Es gibt auch 40 Donausteig-Runden – das sind Rundwege, die vom Hauptweg ins Hinterland führen", sagt Gerhard Weiß. Er betreibt in der Nähe des Penzensteins, einem markanten Aussichtspunkt gleich hinter Passau, sein Familienhotel und ist einer von 52 zertifizierten Donausteig-Wirten. Unterwegs können die Wanderer an 135 Rast-, Erlebnis- und Panorama-Plätzen Pausen einlegen und sich an Übersichtstafeln zum Beispiel über Sagen aus dem Donauraum informieren.
Knackige Steigungen
Fitnessmagazin-Autor Fritz Häring wählte eine rund 25 Kilometer lange Tagesetappe vom Penzenstein zur bekannten Schlögener Schlinge. Der Weg läuft zunächst flach dahin, dann aber folgen einige enge, teils alpine Serpentinen durch dichten Mischwald. Der Höhepunkt kommt kurz vor Schluss mit dem An-und Abstieg an der Schlögener Schlinge. Auf knapp 1,5 Kilometern geht es knackig bergauf mit Steigungen von teils 20 Prozent.
Am Ende steht als Belohnung der grandiose "Schlögener Blick": ein millionenfach fotografiertes Postkartenmotiv und Naturschauspiel mit der Donau als Hauptdarsteller. Prächtig windet sich die Donau um einen Felsrücken herum und schließt sich wieder zu einem imposanten Omega. Eine Art Grand-Canyon-Blick vor der bayerischen Haustür.
Link- und Buchtipp
Weitere Infos im Internet unter donausteig.com oder im Wanderführer "Fernwanderweg Donausteig, Passau-Linz-Grein" (Hikeline-Verlag, 13,90 Euro)
Statt einen Rundweg zu gehen können die Wanderer den Rückweg auch per Schiff antreten. Zudem gibt es Wanderpakete mit festen Übernachtungs-Stopps und Gepäcktransport.
Beitrag: Frritz Häring

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