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Stehpaddeln Übers Wasser mit hohem Spaßfaktor

Stehpaddeln, Standup Paddeln, SUP – der neue Wassersporttrend hat mehrere Namen, die aber alle dasselbe meinen: Sich auf einem speziellen Board stehend mit einem langen Stechpaddel übers Wasser bewegen. Seine Wurzeln hat Stehpaddeln auf Hawaii und in den USA, doch auch in Deutschland sieht man immer mehr Stehpaddler auf Seen, Flüssen und auf dem Meer.

Stand: 19.06.2012
Stehpaddeln auf dem Starnberger See | Bild: Eliane Drömer

Ein Brett für Einsteiger ist 3,60 Meter lang, 80 Zentimeter breit und mit rund 12 Kilo Gewicht gerade noch gut zu tragen. In der Mitte befinden sich Haltegriffe. Das Stechpaddel hat oben einen Griff, unten ist das Blatt schräg. Die Kosten für ein neues, gutes SUP-Brett liegen etwa zwischen 900 und 1.200 Euro. Wer noch ein altes Surfbrett aus den 1970er Jahren besitzt, kann auch das verwenden, denn es ist lang und breit genug. Die modernen, kurzen, kippeligen Surfboards sind dagegen nicht geeignet.

Die Technik

Florian Brunner zeigt Frauke Gerbig wie man richtig steht und das Paddel hält ...

Auf dem Brett steht man schulter- bis hüftbreit in einer leicht gebeugten Haltung, damit Beine und Hüfte die Schaukelbewegungen ausgleichen können. Gepaddelt wird mit einem so genannten Stechpaddel, ähnlich wie beim Kanadier Fahren. Die eine Hand  fasst das Paddel in der Mitte des Schaftes, die andere oben den Griff. Beim Paddeln wird der Griff immer senkrecht gehalten - je senkrechter desto länger kann man geradeaus fahren. Paddelt man auf der rechten Seite, ist die rechte Hand am Schaft und die linke oben. Paddelt man auf der linken Seite, ist es genau umgekehrt.

... Dann geht es raus auf den Starnberger See

Der Stehpaddler sticht ganz vorne am Brett ins Wasser und führt das Paddel bis zum Oberschenkel, so bekommt man den größten Druck. Schaukelt das Brett stärker im Wasser, geht man in die Knie (oder kniet sich ganz aufs Brett) und verlagert so den Körperschwerpunkt nach unten.

Sportlich oder meditativ

Je ruhiger das Gewässer, desto leichter tut man sich

Standup Paddeln ist ein gelenkschonendes Ganzkörpertraining, insbesondere für Arme, Schulter, Rumpf und Beine. Zudem stärkt es den unteren Rücken und wird daher auch von Physiotherapeuten eingesetzt. Je nach Frequenz des Paddelschlages wird aus einem gemütlichen, meditativen Dahingleite ein anstrengendes Herzkreislauftraining.

Standup Paddeln geht überall, wo Wasser ist. Je ruhiger das Gewässer, umso leichter ist es. Jeder kann den Sport ausüben, der stehen und schwimmen kann. Ein bestimmtes Fitnesslevel ist nicht notwendig, denn man kann auch einfach entspannt stehpaddeln statt fitness- und leistungsorientiert.

Je nach Laune und Fitness legt man ein entspannteres oder sportlicheres Tempo vor

Einsteigerkurse dauern zwischen zwei Stunden und einem Tag dauern. Oft reicht aber eine Einweisung durch den Verleiher des Boards. Nach anfänglicher Unsicherheit zeigt sich schnell, wie stabil und ruhig das Brett im Wasser liegt. Dann paddelt man dahin, spielt mit der Körperhaltung, dem Einstechen des Paddels – und kann gleich beim ersten Mal den Wasserspaß genießen. An heißen Tagen paddelt es sich am besten in Bikini oder Badehose – mit oder ohne Shirt und Shorts drüber. Bei kühlen Temperaturen empfiehlt sich ein Neoprenanzug. Brille und  Kopfschutz gegen die Sonne sind auf dem Wasser immer wichtig.

Inflatables – Boards zum Aufpumpen

Seit neuestem ist das Stehpaddeln noch einfacher durch sogenannte Inflatables – Bretter zum Ausrollen und Aufpumpen. Die aufblasbaren Modelle lassen sich (samt Pumpe) nicht nur leicht in einem Rucksack verstauen, sondern kosten auch daheim und im Auto weniger Platz.

Als Wettkampfsport gibt es Standup Paddeln in zwei Disziplinen: als Short Distanz über 600 Meter und als Long Distanz über 14 Kilometer. Weltweit – einschließlich Deutschland – werden bereits regelmäßig Wettkämpfe durchgeführt.

Link-Tipps und ausgewählte Verleihstationen:

  • Surfschule-Chiemsee am Badehaus in Felden
  • Bootswerft Steinlechner in Utting am Ammersee
  • Nordbad Tutzing am Starnberger See
  • Bootshaus am Hotel Terrassenhof, Bad Wiessee
  • Surfschule Wasserburg/Bodensee
  • Weitere Infos über Verleih, Events, geführte Touren etc. im Internet unter sup-guide.de oder bavarianwaters.com/flusstouren

Beitrag: Frauke Gerbig


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