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Die Skitrends 2012/13 Knallbunt, rockig, beheizt

Auf den Gletschern hat die Skisaison bereits begonnen – höchste Zeit, die neuesten Trends auf der Piste unter die Lupe zu nehmen: Welches Material wird gefahren? Welche Farben sind „in“? Und gibt es auch etwas komplett Neues?

Stand: 23.11.2012
Skifahrer, Stiefel, Stöcke | Bild: fischer sports

Sogenannte Rocker-Ski waren DIE Neuheit der letzen zwei Jahre - und es wird auch weiterhin „gerockt“: Vorteil dieser Skier: Sie gleiten leicht um die Kurve und verkanten weniger schnell. Der Laie erkennt den Unterschied zum normalen Carver, wenn er den Ski flach hinlegt: Die Schaufel vorne und hinten ist leicht aufgebogen, so dass der Punkt, wo der Ski auf dem Schnee aufliegt, weiter nach hinten versetzt ist. Rocker gibt es für jeden Skityp, die ganz breiten eignen sich allerdings nur für Freerider zum Surfen im Tiefschnee. Ob Anfänger, Racer oder Genussskifahrer - jeder findet im Fachhandel für sich den passenden Ski. Wer für jede Piste und jeden Stil gewappnet sein will, besorgt sich einen Allmountain-Carver, der alles kann.

Wenn der Schuh drückt

Manchmal dauert es ein halbes Skifahrerleben bis man den passenden Skischuh findet. Es gibt drei Möglichkeiten, um aus einem miesen Skischuhtag einen entspannten zu machen:
1. Man lässt sich einen Skischuh komplett anpassen. Das kostet natürlich (ab 499 Euro aufwärts), dafür muss man nie mehr den Skitag vorzeitig beenden, weil der Schuh einen wahnsinnig macht.
2. Man lässt nur den Innenschuh individuell anpassen. Das hilft bereits enorm und ist viel günstiger.
3. Auf die richtige Sohle achten. Das sollte eigentlich die erste Maßnahme sein, wenn der Schuh drückt. Generell gilt: Für den Skischuhkauf viel Zeit mitbringen und sich umfassend beraten lassen.

Heizung im Schuh

Vor allem Frauen klagen oft über eiskalte Füße. Mögliche Abhilfen sind:
1. Eine Skischuheizung mittels Akku. Die heizt den ganzen Skitag den Füßen warm ein.
2. Eine Art Wärmflasche für den Schuh. Sie wird schon vor dem Skitag zuhause in den Schuh gestellt und wärmt ihn vor.
Die Stöcke haben viele Skifahrer kaum im Blick. Doch aufwendigere (und damit auch teurere Modelle um die 90 Euro) wirken sich positiv auf den Stockeinsatz und damit aufs Kurvenfahren aus, sagen Experten. Das Gewicht des Stockes ist nämlich von der Spitze bis zum Griff ausbalanciert wie ein guter Hammer aus dem Fachhandel. Zudem sind die Stöcke aus leichtem Carbon und haben teilweise einen Griff, an dem man den Handschuh anclippen kann.

So knallig wie möglich

Langweilig wird es diese Saison garantiert nicht fürs Auge. Je bunter desto besser, lautet das Motto beim Outfit. Pink, rot, lila, türkis – alles ist vertreten. Die Designer setzen auf wilde Farbkombination wie zitronengelb und himbeerrot. Neu dazugekommen sind Pasteltöne. Für die Damen gibt es zudem Applikationen mit Pelz oder Rüschen. Wieder im Trend sind Overalls, vor allem für Freerider und Snowboarder. Der Vorteil: Beim Overall kann kein Schnee eindringen. Beim Helm setzt jeder Skifahrertyp auf die individuelle Note. Leicht und sicher muss er natürlich sein, aber auch cool wirken und ein persönliches Statement ausdrücken.

Tourengehen ist der Hit - auch auf Pisten

Es hat sich zuletzt bereits angekündigt: Der Gewinner in Sachen Trendsetting ist das Skitourengehen. Und zwar nicht nur das Gehen und Fahren im freien Gelände, sondern auch das Gehen auf der gesicherten Piste. Der Fitnessaspekt ist gigantisch, die Tourengeher setzen sich keiner Lawinengefahr aus, und der Sport ist auch für Ski-Anfänger gut machbar. Gefunden werden muss allerdings eine für beide Seiten vertretbare Lösung, wie Alpinskifahrer und Tourengeher sich auf der Piste nicht in die Quere kommen.

Beitrag: Frauke Gerbig