Fitnessgetränke Mehr als die klassische Schorle
Wer Sport treibt, strengt sich an, schwitzt und verliert so wichtige Nährstoffe. Und damit wertvolle Power. Zum Auffüllen der Flüssigkeitspeicher heißt es deshalb viel trinken. Aber was? Wasser, Schorle oder doch ein isotonisches Getränk? Welcher Durstlöscher eignet sich am besten?
Wer länger als eine Stunde intensiv Sport treibt, sollte mehr als nur Wasser trinken, sagt Johannes Scherr, Sportmediziner an der Technischen Universität München.Bei Wasser pur fehlt möglicherweise das vom Sportler herausgeschwitzte, aber wichtige Natrium, das Salz. Bei Läufern, die sich extrem auspowern, kann es dann zu neurologischen Ausfällen oder zu Wasseransammlungen im der Lunge kommen.
Natrium und Kohlenhydratanteil im Wasser
Die ideale Natriumkonzentration im Wasser liegt bei 300 bis 1000 Miligramm pro Liter. Zusätzlich sollten noch 40 bis 60 Gramm Kohlenhydrate dazugemischt werden. Die Kohlenhydrate haben zwei Effekte: Sie bringen Power und helfen bei der Aufnahme des Natriums. Der Breitensportler mixt sich dafür am besten eine Saftschorle. Sehr gut ist die Mischung zwei Drittel Wasser, möglichst ohne Kohlensäure, und ein Drittel Saft.
Fruchtsäfte mit hohem Zuckergehalt
Die beliebten Früchtsäfte pur getrunken, zum Beispiel Apfel- oder Johannesbeersaft, enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe. Sie stärken das Immunsystem und verhindern Infekte. Aber der hohe und konzentrierte Zuckergehalt verschlechtert die Verarbeitung der Nährstoffe, vor allem des Natriums. Als Durstlöscher sind sie daher nicht geeignet.
Dem erschöpften Langstreckenläufer hilft auf den letzten Kilometern allerdings ein Zuckertrick: Wer seinen Mund mit einer süßen Limonade ausspült und diese dann wieder ausspuckt, signalisiert dem Gehirn einen Kohlehydratnachschub. So werden neue Kräfte freigesetzt.
Isotonische Getränke
Bei isotonischen Gels oder Getränken ist das Verhältnis von Nährstoffen und Flüssigkeit dem des Bluts angeglichen. Das gibt den optimalen Energiedurchzug ohne langwierige Verarbeitung. Die gleiche Wirkung hat Experten zufolge alkoholfreies Weißbier. Es wirkt isotonisch und enthält so wie die Fruchtsäfte wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe.
Beitrag: Joachim Thiel

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