Fitnessnews September Fahrrad ohne Kette, Schuhe mit Geruch
Die Fitness-News im September: ein Klapp-Pedelec ohne Kette, neue Daten zur Sportlichkeit der Deutschen und den Charaktereigenschaften von Teamsportlern und: schlechte Sportschuhe am Geruch erkennen.
Fahrrad ohne Kette
Fahrräder haben neuerdings nicht mehr zwangsläufig eine Kette. Bei dem kettenlosen Modell der Firma Mando Footlose erzeugt der Fahrer über die Pedale Strom. Die erzeugte Energie wird in einer Lithium-Ionen-Batterie gespeichert, die das Rad antreibt. Der Fahrer kann per Knopfdruck entscheiden, ob er nur mit der durchs Treten erzeugten Energie fährt oder die Batterie mitnutzt - zum Beispiel bei starken Steigungen. Man kann die elektrische Hilfe natürlich auch komplett ausschalten und mit dem kettenlosen Fahrrad ganz normal radeln. Das futuristisch anmutende Designbike lässt sich außerdem wie ein Klapprad zusammenfalten und soll im Frühjahr 2013 auf den Markt kommen. Wie viel es kosten soll, steht noch nicht fest.
Mit Sport gegen Speck
Jeder Vierte ist deutlich zu dick, sagt die neue „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ des Robert-Koch-Instituts. Fast 24 Prozent der Deutschen haben demnach einen Body-Mass-Index über 30, sind also stark übergewichtig - ein deutlicher Anstieg im Vergleich zur letzten Analyse vor 14 Jahren. Der erfreuliche Trend: Die Deutschen bewegen sich heute mehr. Fast 50 Prozent treiben pro Woche mindestens eine Stunde Sport. 1998 taten das nur 35 Prozent. Das ist gut, aber nicht gut genug: Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, pro Woche mindestens zweieinhalb Stunden körperlich aktiv zu sein. Das schafft derzeit nur etwa jeder Fünfte.
Mannschaftssportler nicht automatisch teamfähiger
Bei Bewerbungen werden diejenigen oft bevorzugt, die laut Lebenslauf einen Mannschaftssport betreiben. Sie gelten als besonders teamfähig. Der Wirtschaftspsychologe Uwe Kanning von der Hochschule Osnabrück hat nun herausgefunden, dass das nicht unbedingt stimmt. Teamsportler sind nicht sozial kompetenter, also teamfähiger und durchsetzungsstärker als Individualsportler, stellte er fest. Auch zwischen Sportlern und Nicht-Sportlern fand er keinen Unterschied.
Schuhqualität kann man riechen
Sportschuhe nach dem Aussehen oder der Beschaffenheit der Sohle auszusuchen ist gut. Noch besser: zusätzlich daran schnuppern. Laut TÜV Rheinland lässt sich am Geruch erkennen, ob ein Sportschuh eine gute Qualität hat oder nicht. „In der Produktion in Asien werden Weichmacherersatzstoffe eingesetzt, die hier als gesundheitsgefährdend und krebserregend eingestuft werden. Diese Stoffe erkennt man daran, dass sie nach Teer oder Benzin riechen“, sagt TÜV-Chemiker Peter Withopf. Abgesehen davon sollte man natürlich auch die Verarbeitung überprüfen. Sind die Sohlen schief aufgeklebt, die Nähte krumm oder haben die Ösen für die Schnürung scharfen Kanten, lieber auch die Finger vom Schuh lassen.
Zusammenstellung: Dorothee Jochem

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