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"Ismaninger Kraut" Slow Food wirbt für eine besondere Spezialität

Das "Ismaninger Kraut" ist eine alte botanische Weißkraut-Variante, die seit Jahrhunderten im Norden Münchens angebaut wird. Und zwar nur dort, in der Gemarkung Ismaning. Doch nur mehr wenige Landwirte bauen es an. Der Verein "Slow Food" hat die lokale Spezialität nun in seine" Arche des Geschmacks" aufgenommen.

Stand: 24.02.2017

Gut 300 Jahre lang haben Ismaninger Bauern jedes Jahr 2.500 Krautköpfe an den jeweiligen Freisinger Fürstbischof liefern müssen - dafür, dass sie 1509 den Grund für den Krautanbau bekommen hatten. Das "Bischofskraut", wie es lange genannt wurde, war weit über die Region hinaus bekannt. Das Ismaninger Kraut ist ideal für Sauerkraut und Krautsalat, Krautwickerl und Bairisch Kraut.

Damit es nicht in Vergessenheit gerät

Das klassische Werkzeug der Isaminger Krautbauern

Der spezielle Boden der Gegend macht das Ismaninger Kraut so einzigartig. Das hat den Ismaninger Bauern stabile Einnahmen gebracht und den Kunden einen einzigartigen Genuss. Das außerordentliches Weißkraut macht aber auch außerordentlich viel Arbeit - gerade bei der Ernte. Jetzt sind von zuletzt sechs Krautbauern bald nur noch zwei übrig. Vorbei die Zeiten, in denen Ismaning als Zentrum des Krautanbaus galt - mit zwei eigenen Sauerkrautfabriken.

Arche-Passagier von Slow Food

Hier der wertvolle Krautsamen

Slow Food hat das Ismaninger Kraut inzwischen in die "Arche des Geschmacks" aufgenommen. Dort sind 2.000 Produkte aus der ganzen Welt aufgelistet, die vom Speiseplan zu verschwinden drohen. Auch das Ismaninger Kraut soll dadurch wieder bekannter werden bei Gastronomen, Händlern - auch auf dem Münchner Viktualienmarkt.

Ismaning bei München


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