B5 aktuell

Filme der Woche "Dredd" und "Dicke Mädchen"

Kirsten Martins über "Dredd", "Dicke Mädchen" und weitere Kinofilme, die jetzt anlaufen. Die "Filme der Woche" - immer donnerstags um 6.25 Uhr und 18.25 Uhr auf B5 aktuell.

Stand: 15.11.2012
Kinosaal | Bild: picture-alliance/dpa

In ferner Zukunft ist die Erde ein verstrahlter Planet voller Gewalt und Schrecken. In der riesigen Stadt Mega City One versuchen die Judges die Ordnung aufrecht zu erhalten, sie sie sind zugleich Polizist, Richter und Vollstrecker. Der verdiente Judge Dredd arbeitet mit der unerfahrenen Hellseherin Cassandra zusammen. Bei einem Routineeinsatz geraten sie in das Gebiet eines mächtigen Drogenkartells. Judge Dredd will die skrupellose Chefin festnehmen und geht dabei über Leichen.

So wie sich das anhört ist auch der Film: brutale exzessive Overkill-Action ohne einen Funken Selbstironie oder Witz. Die riesige Waffe ständig im Einsatz stapft Judge Dredd durch gegnerische Übermacht, Köpfe explodieren in Großaufnahmen, Speichel und Blut strömen in Zeitlupe aus Mündern und Wunden. Das Actionmachwerk entstand in Südafrika für 45 Millionen Dollar, für nur 517 Euro drehte Axel Ransich seinen Spielfilm „Dicke Mädchen“.

"Dicke Mädchen"

Mit viel Begeisterung und Einsatz wurde zehn Tage lang gedreht, die Schauspieler verzichteten auf eine Gage. Dialoge und Szenen wurden improvisiert. Die Großmutter des Regisseurs spielt eine alte Frau, die mit ihrem erwachsenen Sohn Sven in Berlin lebt. Der ist heimlich verliebt in Daniel, den Pfleger seiner Mutter. Ein lebensfroher unkonventioneller Film mit mutigen Darstellern, zwar sind manche Bilder unscharf, doch „Dicke Mädchen“ macht Spaß und wurde inzwischen international vielfach ausgezeichnet.

"Red tails"

Neu im Kino ist auch das 2 Weltkriegsluftschlachtgetümmel „Red tails“ über afro-amerikanische Piloten, die zwischen 1943 und 1945 mit großem Wagemut gegen ihren Gegner kämpfen. Ein inhaltlich und visuell konventioneller US-Heldengesang, in dem die Guten gut und die Bösen böse sind. Schwerfällige Dialoge in turbulenten Luftschlachten, die am Computer entstanden – nicht sehr realistisch und nichts für Menschen, die zu Schwindel neigen. Im Hintergrund der Geschichte um zwei befreundete Piloten, wird der Rassismus in der US-Armee gezeigt, das Happyend ist sicher.

"Solang ich lebe" und andere Filme

Für Fans des indischen Superstars Shah Rukh Khan läuft diese Woche der bunte Bollywoodfilm „Solang ich lebe“  an. Shahrukh Khan spielt einen Bombenentschärfer für das Militär, der traumatische Erlebnisse verarbeiten muß und sich verliebt.

Das Animationsmärchen „Das Geheimnis der Feenflügel"  über die winzige Fee Tinkerbell erzählt von der plötzlichen Vereisung des Feenreichs, Tinkerbell und ihre Schwester versuchen zu verhindern. Inspiriert von Erich Kästners Roman „Das doppelte Lottchen" wirkt der Film naiv und süss- typische Vorweihnachskonfektionsware.

Die verstorbenen Schauspieler Susanne Lothar und ihren Ehemann Ulrich Mühe kann man in dem Film "Nemesis" von 2007 noch einmal sehen. Ein Kammerspiel, ein Ehekrieg in einem Ferienhaus in Italien. Angelaufen auch „Cloudatlas“ von Tom Tykwer - eine nicht nur visuell überzeugende abenteuerliche Zeitreise vom 19. Jahrhundert bis in die fernste Zukunft mit Tom Hanks in vielen Rollen. Sehenswert außerdem : Im Nebel, Winterdieb und Skyfall.


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