Filme der Woche Tim Burtons Animationsfilm "Frankenweenie"
Der US-Regisseur Tim Burton kehrt nach 30 Jahren zurück zu seinen Anfängen - mit dem Animationsfilm "Frankenweenie". Lesen Sie mehr über die Kino-Neustarts. "Filme der Woche" - immer donnerstags 6.25 Uhr/18.25 Uhr auf B5 aktuell.
Nachdem sich der amerikanische Regisseur Tim Burton mit "Alice im Wunderland", "Batman" und "Charlie und die Schokoladenfabrik" beschäftigt hat, kehrt er nun, nach 30 Jahren, zurück zu seinen Anfängen. Der Animationsfilm "Frankenweenie", der heute neu in den deutschen Kinos startet, ist gewissermaßen die Fortsetzung eines Kurzfilms, den Burton Mitte der 80er Jahre gedreht hatte.
Wieder mal ist der alte Burton-Charme zu spüren, jagt eine skurril-amüsante Idee die nächste. Alle Figuren in "Frankenweenie" sind liebenswerte Außenseiter, allen voran der 10jährige Eigenbrötler Victor, dessen einziger Freund, der Hund Sparky, von einem Auto überfahren wird. Doch der kleine Nachwuchswissenschaftler ruht nicht, bis er eine Lösung für die Überwindung des Todes gefunden hat.
Makabrer Kinderfilm auch für Erwachsene
Frankenstein lässt grüßen. Tim Burton spart in "Frankenweenie" nicht mit Zitaten auf die Klassiker des Horror-Genres, was den aufregend makabren Kinderfilm nur umso reizvoller auch für das erwachsene Publikum macht. Als Auszeichnung gab es dafür das höchste deutsche Film-Prädikat besonders wertvoll. "Frankenweenie" - ein wunderbar versponnener, schwarz-weißer 3D-Animationsfilm von Tim Burton, ab heute in den Kinos.
Steven Spielbergs Historiendrama "Lincoln"
Ebenfalls neu angelaufen und empfehlenswert: Das hochkarätig besetzte Historiendrama "Lincoln", in dem sich Regisseur Steven Spielberg auf die letzten vier Monate im Leben des amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln konzentriert. Ein Film über Politik, Tricks im politischen Geschäft, das Ende der Sklaverei und das Ende des amerikanischen Bürgerkrieges. Daniel Day-Lewis gibt in der Titelrolle eine grandiose Vorstellung, insgesamt ist "Lincoln" für zwölf Oscars nominiert.
Klingende Namen in "Movie 43"
"Movie 43" heißt der mit Hollywoodstars heillos vollgepackte Ensemble-Film, den verschiedene Regisseure gedreht haben, darunter Brett Ratner und Peter Farrelly. Vor der Kamera mit dabei sind Richard Gere, Halle Berry, Kate Winslet, Hugh Jackman, Uma Thurman und noch manch anderer klingender Name. Ganz ernst zu nehmen ist das nicht, diese überdrehte Dekonstruktion einer Hollywood-Mainstreamkomödie, andererseits ist es nicht ohne Reiz, all' die Hollywood-Mimen in mehreren, miteinander verwobenen Episoden aufeinanderprallen zu lassen. "Movie 43".
"Flight", "Quartett" und "Gangster Squad"
Absolut empfehlenswert sind hingegen der Action- und Gerichtsthriller "Flight" mit Denzel Washington, der als Flugkapitän Whip Whitaker den katastrophalen Absturz eines Passagierjets verhindert, wofür er seine Oscar-Nominierung absolut verdient hat, sowie Dustin Hoffmans Regiedebüt "Quartett" über ein sehr fideles Altersheim für betagte Musiker. Idyllisch in die englische Landschaft eingebettet zeigen in dieser altersweisen Komödie Schauspieler wie Maggie Smith, Billy Connolly und Pauline Collins, dass man auch mit über 70 noch zu Höchstleistungen fähig ist.
Nicht zu empfehlen ist hingegen der starbesetzte Mafiosi-Thriller "Gangster Squad" um einen skrupellosen Gangsterboss 1949 in Los Angeles. Da hilft auch ein Sean Penn in der Hauptrolle nichts.

Wetter
